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pte20061220002 Unternehmen/Finanzen
Deutsche Wirtschaft - "Unternehmen haben Hausaufgaben gemacht"
Positive Stimmung bei Unternehmensberatern
(Foto: fotodienst.at)
(Foto: fotodienst.at)

Bonn/Berlin (pte002/20.12.2006/06:20) - Die Stimmung deutscher Unternehmensberater steigt am Jahresende in neue Höhen. Betrachtet man die Ergebnisse des halbjährlich erstellten "Stimmungsbarometers Wirtschaft" des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) http://www.bdu.de , so sollte die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft auch in der ersten Jahreshälfte 2007 anhalten. "Einerseits ist die Weltkonjunktur über mehrere Jahre stabil, negative Einflussfaktoren sind vorerst gebannt. Das deutsche Konjunkturhoch ist aber vor allem darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen in den vergangenen Jahren sehr intensiv ihre Hausaufgaben gemacht haben", sagt BDU-Pressesprecher Klaus Reiners im Gespräch mit pressetext.

Restrukturierungen und Kostensenkungen der vergangenen drei bis vier Jahre, die sowohl mit ihren positiven als auch negativen Effekten durchgestanden wurden, seien für die heutige Entwicklung unabdingbar gewesen, erklärt Reiners weiter. Rund acht Prozent der befragten 1.200 Unternehmensberater schätzen die aktuelle wirtschaftliche Situation ihrer Klientel als sehr gut ein, 65 Prozent beurteilten diese als gut. In der ersten Jahreshälfte 2006 gaben dagegen erst 55 Prozent der Unternehmensberater gute Bewertungen ab. "Bei gleich bleibenden Rahmenbedingungen kann man weiterhin optimistisch sein", so Reiners. Veränderungen wichtiger Einflussfaktoren wie beispielsweise Energiepreise oder die politische Situation im Nahen Osten würden jedoch sehr schnell auf die derzeit positive Entwicklung einwirken.

Besonders positiv wurde die Investitionsgüterindustrie sowie die Bauwirtschaft beurteilt. "Dies sind jeweils Branchen, die stark davon profitieren, dass wieder zukunftsgerichtet Geld investiert wird", erläutert Reiners. Vor allem in der Baubranche sei dies lange Zeit nicht der Fall gewesen. Während in der Investitionsgüterindustrie etwa 70 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung der Umsatzsituation rechnen, erhöhte sich diese Erwartung in der Baubranche von 34 auf 48 Prozent. Die Zukunft der Automobilindustrie wird dagegen weiterhin negativ beurteilt. 32 Prozent der Unternehmensberater gehen für das erste Halbjahr 2007 von einer Verschlechterung im Bezug auf die Umsatzsituation aus, nur 14 Prozent sprechen von einer Verbesserung. Am Automobilsektor bestehe weiterhin ein Überhang an Angeboten, ergänzt Reiners gegenüber pressetext. Darüber hinaus sei der Wettbewerb unter Automobilzulieferern nach wie vor intensiv und werde es auch bleiben. Mehr denn je müssten Unternehmen dieser Branche deshalb auf Innovationen setzen, um am hart umkämpften Markt zu bestehen, so Reiners.

Die Einschätzung zur Entwicklung des Arbeitsmarktes fällt dagegen nicht eindeutig positiv aus. "Der Arbeitsmarkt ist zweigeteilt und bleibt es auch. Wir haben weiterhin ein Manko an Arbeitsplätzen für gering qualifiziertes Personal, aber eine starke Nachfrage nach hoch qualifiziertem Fachpersonal. Es ist zwar eine Entspannung zu sehen, diese ist aber nicht der Durchbruch zur Vollbeschäftigung", erklärt Reiners. Die strukturellen Probleme seien als Rahmenbedingung sehr stabil und nicht innerhalb weniger Jahre zu verändern. Sowohl Industriegüterindustrie, als auch Bauwirtschaft würden von der Entspannung profitieren. Eine Verstärkung des Arbeitsplatzmangels werde dagegen sowohl in der Finanzdienstleistungs- und Gesundheitsbranche, als auch in der Automobilindustrie und dem Öffentlichen Sektor zu verzeichnen sein.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Victoria Schubert
Tel.: ++43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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