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Mo, 13.02.2012
pte20061219005 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Fondshandel über Internet: Anleger vergeuden Geld
Studie: Renditepotenziale bei weitem nicht ausgeschöpft
Hannover (pte005/19.12.2006/08:36) - Ein Großteil der Anleger, die ihre Fonds über das Internet handeln, bevorzugen zwar geringe Transaktionskosten, sind jedoch über vorhandene Sparpotenziale beim Fondshandel noch nicht umfassend informiert. Dies ist das Ergebnis einer von der Fondsbörse Deutschland (FBD) http://www.fondsboersedeutschland.de präsentierten Studie, die im Auftrag des Marktforschungsinstituts TNS Infratest durchgeführt wurde. "Die Studie besagt, dass nur wenige Anleger regelmäßig über das Internet handeln und zeitgleich die börsialen Einspartricks kennen", betont Hans Heinrich Peters, Vorstandsmitglied der FBD, im Gespräch mit pressetext. So bestünde bei der breiteren Anlegerschicht teils erheblicher Nachholbedarf. Im Detail zeigt die Studie, dass drei von vier Befragten bereits von der direkten Ordermöglichkeit der Fonds über die Börse gehört haben, aber innerhalb dieser Gruppe nur gut jeder Zweite (52 Prozent) über das Wissen verfügt, potenzielle Einsparmöglichkeiten effizient auszunutzen: "Es ist für Kunden von Online-Direkt- oder Filialbanken längst kein Geheimnis mehr, dass diese ihre Orders über die Börse statt über die Fondsgesellschaft laufen lassen", unterstreicht Peters. In diesem Zusammenhang sei es laut dem Experten möglich, Ausgabeaufschläge teils signifikant einzusparen. Als Paradebeispiel ließe sich hierbei eine am Handelsplatz Hamburg abgewickelte Transaktion anführen, da beim Kauf eines gängigen Aktienfonds ein Spread von 0,5 Prozent, eine Maklercourtage von 0,08 Prozent sowie die individuellen Transaktionskosten des Kreditinstituts anfielen. "Potenzielle Anleger kommen auf diesem Weg deutlich unter fünf Prozent", so Peters. Werden die Direktkosten über die Börse mit den Kosten und Ausgabeaufschlägen der Fondsgesellschaften gegenübergestellt, so zeigt sich der Unterschied: Der Ausgabeaufschlag liegt bei Aktienfonds regulär um die fünf Prozent der investierten Summe, wenn auch teilweise noch vergünstigt. Peters sieht darin einen teils erheblichen Kostenfaktor, der sogar dazu führen kann, dass sich aus Sicht der Anleger weitere Investments nur mehr bedingt bis gar nicht mehr lohnen. Laut der Studie würden mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Befragten häufiger Fondsanteile kaufen oder verkaufen, wenn die Gebühren wie etwa der Ausgabeaufschlag niedriger wären: "Obwohl sich der Fondshandel über die Börse noch nicht flächendeckend durchgesetzt hat, ist auf lange Sicht hin mit einer Preisanpassung der Fondsbörsen von deutlich unter fünf Prozent zu rechnen", betont der Experte. Laut Studie herrsche noch bei vielen Anlegern eine Diskrepanz zwischen dem Sparwillen und dem tatsächlichen Verhalten vor, das laut Peters auf einem nachteiligen Wissensmangel basiere. Da sich die meisten aktiven Fondskäufer im Internet gegen potenzielle Kursrisiken absichern wollen, wünschen sich 72 Prozent der Befragten die Möglichkeit, ihre Bestände teils mit Stop-Loss-Marken auszustatten. Damit einher geht die nicht ständige Informationskontrolle über aktuelle Kursentwicklungen. Peters Empfehlung an Fondsanleger konzentriert sich daher auf einen börsialen Handel von Fonds, da hierbei nicht nur Einsparungen, sondern auch Absicherungen vor plötzlichen Marktkorrekturen möglich seien. Hinzu komme der Vorteil, dass beim Handel über die Börse kein - wie sonst bei Fondsgesellschaften üblich - ein zum Mittag festgelegter, zeitlich begrenzter Handelsschluss auftritt. (Ende)
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