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Do, 09.02.2012
pts20061123006 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Gefährliche Kontaktlinsen aus dem Internet
Verursachen zwei Drittel aller schweren Komplikationen
Wien (pts006/23.11.2006/08:00) - Ein großes Problem stellen in letzter Zeit die Anbieter von Kontaktlinsen über das Internet dar. Obwohl nur ein Fünftel der Kontaktlinsen derzeit über Internet oder Versandhandel bezogen werden, verursachen sie laut Statistik rund zwei Drittel aller schweren Komplikationen. Nach 25 Jahren problemloser Kontaktlinsenverträglichkeit bemerkte Frau M. E. vor 6 Monaten bei abnehmender Sehleistung, dass sich ihr linkes Auge rötete und zu schmerzen begann. Von diesem Zeitpunkt an verbreitete sich eine immer größer werdende, weiße Masse in der Hornhaut (siehe Foto). Trotz intensivster Behandlungsversuche war es bis heute nicht möglich, die Infektion durch einen nicht identifizierbaren Erreger zu stoppen, um das Augenlicht zu retten. Immer mehr Menschen verzichten gerne auf die lästige Brille und greifen zu den kleinen, durchsichtigen Blättchen, die direkt im Auge platziert werden. Die Forschung in den letzten Jahren hat diese Form der Sehkorrektur sicher und verträglich gemacht. Die heute verwendeten Materialien ermöglichen inzwischen eine weitaus längere Tragezeit und größeren Komfort. Gerade das bedeutet, dass viele Menschen leichtsinnig werden und den Warnungen von Augenärzten kein Gehör schenken. Kontaktlinsen sind Fremdkörper, die auf der Hornhautoberfläche schwimmen, manchmal aber auch reiben und so die oberflächlichste Zellschicht des Auges verletzen. Die Folge sind schwerste Komplikationen. Die ideale Betreuung von Kontaktlinsenträgern ist gegeben, wenn die Kontaktlinsen durch einen entsprechend geschulten Augenarzt angepasst und kontrolliert werden. Das entbindet jedoch nicht den Fehlsichtigen sich 1-2 mal/Jahr kontrollieren zu lassen. Prof. Zirm befragt zu seiner Meinung über die Konkurrenz der Laseroperationen: "Jede Methode hat Vor- und Nachteile und nach eingehender Untersuchung und Aufklärung kann ein Vorschlag für die bestmögliche Korrektur der Fehlsichtigkeit von der Brille bis zur Operation gemacht werden. Beste Voraussetzungen bietet in einem solchem Fall eine Ordination, die sämtliche Korrekturmethoden anbietet." Rückfragehinweis: ZIRM Privatklinik (Ende)
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