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pte20061117015 Medizin/Wellness
Einsatz von Alzheimer-Medikamenten soll eingeschränkt werden
Pharmaunternehmen gehen vor Gericht

London (pte015/17.11.2006/10:50) - Die Entscheidung der Regulierungsbehörde National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) http://www.nice.org.uk , den Einsatz von Alzheimer-Medikamenten in britischen Spitälern einzuschränken, wird vor Gericht gebracht. Die Pharmaunternehmen Eisai http://www.eisai.co.uk und Pfizer http://www.pfizer.co.uk planen vor Gericht eine Überprüfung der Art und Weise zu beantragen, wie NICE zu dieser Entscheidung gekommen ist. NICE legte fest, dass Patienten des staatlichen Gesundheitsdienstes (NHS) http://www.nhs.uk bei einer neu diagnostizierten leichten Form von Alzheimer die normalerweise eingesetzten Medikamente nicht verschrieben werden sollen.

Die beiden Unternehmen argumentieren, dass der Prozess zur Festlegung dieser Richtlinie unfair gewesen sei. Viele der Schlussfolgerungen von NICE in Hinblick auf Alzheimer-Medikamente wie Donepezil, Rivastigmin und Galantamin entbehrten der rechtlichen Grundlage oder seien einfach irrational. Sie fordern NICE auf, diese Empfehlung zurückzuziehen und die endgültige Verabschiedung zu vertagen, die für 22. November geplant ist. Eisai und Pfizer, die Hersteller von Donepezil, fordern die Institution ebenfalls auf, eine voll transparente Version der Berechungen zur Verfügung zu stellen, die als Grundlage für die Feststellung der Kosteneffizienz dienten. NICE solle eine neue Richtlinie erstellen, die auf einem genauerem Modell der Kosteneffizienz und präziseren Daten basiert.

Paul Hooper, Generaldirektor von Eisai Limited, erklärte, dass man über die Art und Weise wie die Entscheidung über die Empfehlungen zur Behandlung von Alzheimer-Patienten erzielt wurde, sehr besorgt sei. "Uns bleibt jetzt nur eine gerichtliche Überprüfung um sicherzustellen, dass NICE noch einmal überdenkt, wie es zu solchen falschen Schlussfolgerungen gekommen ist." Geht die gerichtliche Überprüfung durch, wurde damit laut BBC erstmals eine Entscheidung von NICE auf einem derartig hohen Niveau in Frage gestellt. NICE hat 14 Tage Zeit formell auf die Vorschläge von Eisai zu reagieren. Danach kann das Unternehmen beim obersten Zivilgericht um die Erlaubnis für eine gerichtliche Überprüfung ansuchen.

Gesundheitsaktivisten haben in der Vergangenheit immer wieder gefordert, dass auch Patienten im frühen Stadium der Erkrankung Zugang zu den Medikamenten haben sollten, die pro Tag rund 2,50 Pfund kosten. Neil Hunt, Vorstandsvorsitzender der Alzheimer's Society http://www.alzheimers.org.uk , begrüßte die Initiative der beiden Unternehmen. Die Gesellschaft koordiniert landesweit eine Reihe von Protestmärschen. Ärzte sollen über eine größere Flexibilität bei der Verschreibung von Alzheimer-Medikamenten verfügen können. Im vergangenen Monat wurde dieser Appell von NICE zurückgewiesen. Die zur Verfügung stehenden Studien zeigen, dass die Medikamente keinen ausreichenden Behandlungserfolg brächten.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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