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Mo, 13.02.2012
pte20061109034 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Microsoft lässt Universal Music am Zune-Kuchen mitnaschen
Konkurrenzfähigkeit gegenüber iPod soll gestärkt werden
Redmond (pte034/09.11.2006/12:40) - Der Computerkonzern Microsoft http://www.microsoft.com hat einen ungewöhnlichen Deal mit dem Musiklabel Universal Music geschlossen. In Zukunft soll ein Teil der Erlöse aus den Verkäufen des Mediaplayers Zune an die Plattenfirma abgetreten werden. Universal wiederum plant seinerseits, die Hälfte davon direkt an seine unter Vertrag stehenden Künstler weiterzugeben. "Microsoft hat das Angebot an alle Musiklabels gemacht, die Idee ging von uns aus und Universal Music war der erste Konzern, der den Deal eingegangen ist", erklärt Thomas Kritsch, Produktmanager bei Microsoft Österreich, gegenüber pressetext. Er gehe davon aus, dass künftig ein Großteil aller Plattenfirmen auf das Angebot eingehen wird. Bislang war es in der Branche bzw. seitens Apple üblich, den Musikunternehmen einen Anteil aus den Verkäufen der einzelnen Songtitel auszuschütten, nicht aber, sie direkt an den Musikplayern zu beteiligen. Universal wird nun als erstes Label mit dem Start von Microsofts Zune sowohl an Song- als auch an Geräteverkäufen profitieren. Der Computerriese erhofft sich mit diesem Schritt offenbar seine Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem etablierten Apple iPod stärken zu können. Wie viel Prozent im Detail an Universal bzw. infolge auch an andere Labels abgegeben werden, könne Microsoft aus vertraglichen Gründen nicht offiziell bekannt geben, so Kritsch auf Nachfrage von pressetext. Die neuartige Vereinbarung zwischen den beiden Konzernen könnte eine grundlegende Veränderung des Verhältnisses zwischen Technologieentwicklern und Medienunternehmen mit sich bringen. Nicht zuletzt zeigt der Deal auch, wie sehr sich die Plattenfirmen derzeit darum bemühen, mehr Zugang zum Online-Business zu bekommen. Denn bislang verdienen diese durch digitale Musikverkäufe immer noch nicht genug, um jene Löcher zu stopfen, die aus den rückläufigen Zahlen im physischen Geschäft entstehen. Vor zwei Monaten erst hatte sich Universal auch mit der boomenden Videoplattform YouTube arrangiert. Obwohl Label-Chef Doug Morris kurz zuvor noch über Internetseiten wie MySpace und YouTube öffentlich hergezogen war, hatte sich Universal schließlich auf einen Lizenzvertrag mit der Videoplattform geeinigt (pressetext berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=061019040 ). (Ende)
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