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pte20061031043 Forschung/Technologie, Produkte/Innovationen
HallinOne-Sensoren schützen Waschmaschinen
Selbstüberwachung ermöglicht erheblich längere Lebensdauer
(Foto: www.iis.fraunhofer.de)
(Foto: www.iis.fraunhofer.de)

Calw/Erlangen (pte043/31.10.2006/17:21) - Unrund laufende Waschtrommeln sind ein häufiger Grund für auftretende Defekte und eine kurze Lebensdauer von Waschmaschinen. Vor diesem Hintergrund ist es Forschern des Erlanger Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) http://www.iis.fraunhofer.de in Kooperation mit der Firma Robert Seuffer http://www.seuffer.de gelungen, mittels eines speziell entwickelten HallinOne-Sensors Positionsberechnungen der Trommel exakt zu bestimmen und bei Bedarf ausgleichen zu können. Somit kann die Maschine effektiv vor mechanischen Beschädigungen geschützt und die Lebensdauer verlängert werden. Durch hohe Genauigkeit und einer Abweichungsrate von nur 0,1 Grad ist die Produktion bereits ausgereift und wird serienmäßig verbaut.

Die Funktionsweise des HallinOne-Sensors basiert auf einer positionsbestimmten Messung aller drei Raumachsen eines beliebigen Magnetfeldes. "Die Möglichkeit der vollständigen vektoriellen Erfassung des Magnetfeldes, gefertigt aus einer kostengünstigen CMOS-Standardtechnologie, hat diese Technologie unschlagbar gemacht für unsere Aufgabenstellung", so Andreas Buchholz, Projektleiter der Firma Seuffer. Auch die sensorbezogene Selbstüberwachung basiert im Wesentlichen auf den auf dem HallinOne-Chip befindlichen Auswerteelektronikbausteinen und einer integrierten Spule. Somit können Selbsttest- und Kalibrierungsfunktionen noch während eines laufenden Betriebs ermöglicht werden. Klaus Taschka, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IIS, erklärt im Gespräch mit pressetext, dass "um den Sensorkern eine Spule integriert ist, die über einen externen Controller angesteuert und durch ein daraus erzeugtes Magnetfeld überwacht werden kann". Somit ist es auch möglich, Temperaturänderungen in der Waschmaschine zu kompensieren.

Der Einsatz von HallinOne-Sensoren hat den positiven Effekt, dass die Trommel nicht mehr an den Gehäusewänden anschlägt und die Maschine in ihrer Leistungsfähigkeit keine Einbußen erhält. Außerdem kann anhand der errechneten Positionsbestimmung angegeben werden, wie stark die Beladung der Maschine ist oder sein muss. Nutzerfreundlich hierbei ist, dass sich nach dem Einfüllen der Wäsche auf dem Bedienfeld der Maschine ablesen lässt, wie stark das Waschmittel zu dosieren ist, um den Waschvorgang optimal zu gestalten.

Das Wissen über die Anwendbarkeit der HallinOne-Technologie, die bislang fast ausschließlich im Automobil- und Industriebereich eingesetzt wurde, lässt sich jedoch noch auf weitere Einsatzgebiete ausdehnen. Laut Taschka wären hierbei magnetisch funktionierende Multimedial-Knöpfe denkbar, denen Feuchtigkeit keine Probleme bereitet. "Diese wären dann nicht nur dreh-, sondern auch drück- und neigbar", so Taschka. Eine Vermeidung von Elektronik in bewegten Teilen sowie der Einsatz kostengünstiger Permanentmagneten bewirkten zudem eine hohe Zuverlässigkeit bei minimalen Kosten.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43 1 811 40 111
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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