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pte20061019039 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
SAP enttäuscht mit schwachem Ausblick
Drittes Quartal zeigt weiterhin zweistelliges Umsatzwachstum
(Foto: sap.com)
(Foto: sap.com)

Walldorf (pte039/19.10.2006/13:55) - Der Softwarehersteller SAP http://www.sap.com hat im Rahmen der Bekanntgabe seines Neun-Monats-Berichtes auch den Ausblick auf das Gesamtjahr aktualisiert. Das Unternehmen bestätigt zwar, die prognostizierten Spannen bei Produkt- und Softwarelizenzumsatzwachstum zu erreichen. Gleichzeitig rechnet man jedoch damit, weder bei den geplanten 13 bis 15 Prozent im Produktbereich, noch bei den 15 bis 17 Prozent im Lizenzgeschäft an das obere Ende der Spannen zu gelangen. Auch die Pro-forma-operative Marge soll am Ende des Geschäftsjahres eher 0,5 Prozentpunkte als einen Prozentpunkt zulegen. "Überraschend ist, dass zwar die Lizenzzuwächse im dritten Quartal über den Prognosen lagen, SAP für das vierte Quartal aber nur von einem geringen Wachstum ausgeht" so National-Bank-Analyst Manfred Jaisfeld gegenüber pressetext. Da sich auch die operative Marge bisher positiv entwickelte sei der Ausblick auf das Abschlussquartal negativ überraschend.

Der Umsatz mit Softwarelizenzen stieg im abgeschlossenen dritten Quartal um 17 Prozent auf 691 Mio. Euro, der Produktumsatz legte um 13 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro zu. Der Zuwachs im Lizenzgeschäft zeigte sich in allen Regionen zweistellig, wobei die Asien-Pazifik-Region mit einem Plus von 22 Prozent am stärksten wuchs. Von insgesamt 98 Mio. Euro Umsatz in der Region wurden 39 Mio. in Japan erwirtschaftet, dies entspricht einer Steigerung von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch im EMEA-Raum (Europa, Naher Osten, Afrika) konnte SAP seinen Umsatz erhöhen und erreichte mit 301 Mio. Euro ein Plus von 14 Prozent.

Während im dritten Quartal auch in den USA 15 Prozent mehr Umsatz mit Softwarelizenzen gemacht wurde, rechnet Jaisfeld künftig mit einer Verschiebung der Umsatzaufteilung. "Es wird deutlich schwieriger die Umsatzzuwächse in den USA zu halten. Der Sondereffekt der vergangenen Quartale fällt weg, da sich auch Mitbewerber Oracle wieder erholt hat." Aufgrund der nun erreichten hohen Ausgangsbasis, sei es unwahrscheinlich, dass SAP bisher bekannte Wachstumsraten von rund 15 Prozent wiederholen kann. "Während Deutschland für SAP mittlerweile einen gesättigten Markt darstellt, besteht sowohl in der EMEA-Region als auch in der Region Asien-Pazifik weiteres Potenzial", so Jaisfeld. Demnach sei die Verschiebung der Umsätze lediglich eine logische Konsequenz dieser Marktentwicklung.

Insgesamt lag der Umsatz des Softwareherstellers im dritten Quartal mit 2,2 Mrd. Euro knapp über jenem im Vergleichszeitraum des Vorjahres (2005: zwei Mrd. Euro). Das Betriebsergebnis konnte um 13 Prozent auf 583 Mio. Euro gesteigert werden, die operative Marge legte um 30 Basispunkte auf 26 Prozent zu. Das Konzernergebnis kletterte nach 334 Mio. Euro im Vorjahr auf 388 Mio. Euro. Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres bedeutet dies ein Plus von 13 Prozent beim Gesamtumsatz des Unternehmens. Der Lizenzumsatz stieg um 15 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro, das Produktgeschäft verzeichnete einen Anstieg von 3,9 Mrd. auf 4,4 Mrd. Euro.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Victoria Schubert
Tel.: ++43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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