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Sa, 11.02.2012
pte20061007002 Forschung/Technologie, Produkte/Innovationen
Mobile Contactless-Payment: 36 Mrd. Dollar Umsatz bis 2011
Erfolgreiches Pilotprojekt in Hanau
Milton Keynes/Düsseldorf (pte002/07.10.2006/06:15) - Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll der weltweite Umsatz aus Contactless-Payment per Mobiltelefon auf 36 Mrd. Dollar steigen. Dies prognostizieren die Analysten von Strategy Analytics http://www.strategyanalytics.net in einer aktuellen Studie. Demnach entwickelt sich der bisher kaum vorhandene Markt für kontaktlose Zahlungen über spezielle Chips in Mobiltelefonen bis 2011 rasant weiter. Die Studienautoren sprechen sich in ihrer Studie für mehr Zusammenarbeit zwischen Banken, Mobilfunkbetreibern und Anbietern von Zahlsystemen wie Visa, Mastercard oder American Express aus, um das Wachstum sowohl in den USA als auch in Europa voranzutreiben. Während der nächsten zwölf bis 18 Monate seien zahlreiche Test zum kontaktlosen Zahlen per Mobiltelefon sowohl in den USA als auch in Europa geplant, um die Integrationsmöglichkeiten des Services aufzuzeigen. In den vergangenen zwei Jahren sei am weltweiten Markt lediglich das japanische Unternehmen FeliCa Networks aufgefallen, das die Studienautoren als Vorzeigemodell für starkes Wachstum durch die Zusammenarbeit von Akteuren und effektive Strukturen anführen. Das gemeinsam mit Sony gegründete Unternehmen spezialisiert sich auf die Herstellung von Contactless-Chips, die sowohl zur Bezahlung mit dem Handy, aber auch als Bahnticket oder Garagenöffner eingesetzt werden können. Die japanischen Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo und KDDI machten sich diesen Chip bereits zu Nutzen und schlossen Verträge mit dem Hersteller ab. 2006 sollen laut Strategy Analytics rund 900 Mio. Dollar Umsatz über die Chips von FeliCa abgewickelt worden sein. Während in Japan Contactless-Payment bereits eingesetzt wird, ist man in Deutschland noch in einer früheren Phase. "Derzeit finden erst Pilotprojekte statt", so Marion Stolzenwald, Pressesprecherin bei Vodafone Deutschland, gegenüber pressetext. Gemeinsam mit Nokia und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bietet man seit Mai 2006 Busfahrscheine am Handy an. Im Zuge der Near-Field-Communication, die die kontaktlose Zahlweise ermöglicht, werden Contactless-Chips in die Mobiltelefone integriert, die den Busfahrschein speichern und in geringer Entfernung von einem Lesegerät als solcher identifziert werden können. Wie der RMV vergangene Woche bekannt gab, haben sich bereits rund 3.000 Benutzer für den Dienst angemeldet, über 10.000 Handytickets wurden verkauft. 86 Prozent der Handy-Tickets entfallen dabei auf Einzelfahrscheine. Wann die Technologie in Deutschland flächendeckend und außerhalb von Pilotprojekten eingesetzt werden kann, sei derzeit noch nicht vorhersehbar, so Stolzenwald. Zu viele einzelne Akteure und Faktoren müssten noch aufeinander abgestimmt werden. In Japan habe sich Vodafone zwar auch an Projekten beteiligt, diese funktionieren jedoch in einem anderen Standard als die in Deutschland angewandten Technologien. Für Studienautor Nitesh Patel liegt die Entwicklung des Marktes im Bereich Mobiltelefon sowohl in den Händen der Handy-Hersteller wie Motorola, Nokia oder Samsung, als auch bei den Anbietern der Contactless-Terminals. "Amex, Mastercard und Visa sind auch dafür verantwortlich, die Contactless-Terminals in die Geschäfte zu bringen", so Patel. An den Mobiltelefon-Hersteller liege es, die Near-Field-Communication mit aggressiven Geschäftsstrategien in ihr Produktportfolio zu übernehmen. Darüber hinaus spiele aber auch das Verhalten der Konsumenten eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des mobilen Contactless-Payment-Marktes. Selbst wenn die entsprechende Technologie bereits verbreitet ist, würde es noch einige Zeit dauern, bis mobiles Contactless-Payment zur Routine wird. Konsumenten würden noch an traditionellen Zahlungsmethoden festhalten, sowie über die Sicherheit bei dem Zahlungsprozess besorgt sein. Dies betreffe vor allem Contactless-Payment über Mobiltelefone. Hinzu komme, so die Analysten, auch die Konkurrenz durch andere Contactless-Payment-Instrumente wie Kreditkarten oder Schlüsselanhänger. (Ende)
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