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Mo, 13.02.2012
pte20061003003 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
20 Mrd. Dollar Schaden durch Filmpiraterie
Studie ortet 140.000 verlorene Arbeitsplätze in den USA
Washington (pte003/03.10.2006/06:20) - Durch illegale Filmpiraterie ist den USA im vergangenen Jahr ein volkswirtschaftlicher Schaden von 20,5 Mrd. Dollar entstanden. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie im Auftrag der Motion Picture Association of America (MPAA) http://www.mpaa.org . Unter dem Titel "Die wahren Kosten der Filmpiraterie für die US-Wirtschaft" werden dabei nicht nur die tatsächlichen Verluste durch entgangene Verkäufe hochgerechnet, sondern auch die volkswirtschaftlichen Folgekosten berücksichtigt. Neben steuerlichen Verlusten von 837 Mio. Dollar für das Jahr 2005 verweisen die Studienverantwortlichen auch auf geschätzte 140.000 Arbeitsplätze, die durch die Filmpiraterie verloren gegangen sind. Mit den publizierten Zahlen will die Filmindustrie neben der Öffentlichkeit in erster Linie auch Politiker wachrütteln. "Diese Studie veranschaulicht erstmals, dass Filmpiraterie nicht nur der Filmindustrie selbst schadet, sondern einen gefährlichen Dominoeffekt auslöst. Die Folgen sind Job- und Einkommensverluste innerhalb und außerhalb der Industrie, von den verlorenen Steuern ganz zu schweigen", erklärte Dan Glickman, Chairman und CEO der MPAA anlässlich der Studienpräsentation. Die MPAA fordert alle Gesetzgeber des Landes daher auf, den gemeinsamen Kampf gegen die illegale Filmpiraterie zu verstärken. Ein strengerer Gesetzesvollzug zählt auch in Europa zu den wichtigsten Instrumenten der Pirateriegegner. "In den vergangenen drei Jahren haben wir die Bekämpfung verstärkt. Was die offene Piraterie über eBay und andere Versandplattformen betrifft, waren wir dabei erfolgreich", meint Andreas Manak, Generalsekretär des Vereins für Antipiraterie der Film- und Videobranche (VAP) http://www.vap.cc , im pressetext-Interview. Neben den asiatischen Flohmarkthändlern, die für den Großteil der hard-copy-basierten Raubkopien verantwortlich seien, mache dem europäischen Markt in erster Linie die Download-Piraterie über das Internet zu schaffen, so Manak. Im Kampf gegen die Filmpiraterie will die Industrie auch hierzulande weiterhin dreigleisig fahren. Neben dem Ausschöpfen gesetzlicher Möglichkeiten, die vor allem auf kommerzielle Raubkopierer abzielen, wird zum Leidwesen vieler Anwender verstärkt in neue kopiersichere Formate und DRM-Schutz investiert. Als vielversprechendste Strategie bewerten Industrieexperten allerdings das Forcieren von legalen Download-Angeboten. (Ende)
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