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pte20060930002 Forschung/Technologie, Computer/Telekommunikation
Europas IT-Branche forciert Einsatz von Web 2.0
IDC European IT-Forum: Neue Technologien als Wachstumschance
Frank Gens, Senior, Vice President, Research - IDC
Frank Gens, Senior, Vice President, Research - IDC

Paris (pte002/30.09.2006/06:30) - Wie können europäische Unternehmen heute von Web 2.0-Technologien profitieren und sind sie bereit, diese einzusetzen? Dies war eines der Themen beim 16. IDC European IT-Forum http://www.idc.com/emea/itforum06 , das am 25. und 26. September in Paris stattfand. Über 700 Teilnehmer diskutierten über aktuelle Herausforderungen europäischer Unternehmen, die sich zunehmend mit neuen Technologien bei Produktion, Vertrieb und internem Management auseinandersetzen müssen. Durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) könne die Produktivität gesteigert und die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden, so eine Kernaussage der Teilnehmer. Die Geschäftsstrategien der europäischen Unternehmen müssten mithilfe neuer Technologien auf die sich stetig schneller verändernden Marktbedingungen angepasst werden.

"Die Kernaussage des Forums war: Was müssen CIOs tun, um ein IT-Unternehmen aufzubauen, dass bereit für Innovationen ist. In unseren Studien haben wir als zweitwichtigste Priorität für CIOs festgelegt, Innovationen schneller und erfolgreicher umzusetzen", so Frank Gens, IDC-Research Senior Vice President, gegenüber pressetext. Um diesem Ziel näher zu kommen, definierten die IDC-Analysten mehrere Empfehlungen für CIOs, die heute nicht nur damit beschäftigt sind, die Geschäftsprozesse von IT-Unternehmen zu verknüpfen, sondern gleichzeitig mit der wachsenden Anzahl neuer Technologien zurechtkommen müssen.

Erstens müsse der Dialog zwischen CIO, CEO und anderen Führungspersonen verbessert werden. Diese müssten ebenfalls verstehen, wie neue Technologien genutzt werden müssen, um damit neue Märkte zu erreichen. Des weiteren empfiehlt Gens, die langsame, aber kontinuierliche Einbindung von IT-Infrastruktur, Informationen und Applikationen eines Unternehmens in eine Service-orientierte Architektur (SOA) fortzusetzen. "Außerdem sollten sich IT-Unternehmen ausgeprägte Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bewahren, um die wichtigsten neuen Technologien zu erkennen. So kann verstanden werden, wie diese zum Vorteil des Unternehmens genutzt werden können", erläutert Gens auf Nachfrage von pressetext. Besonders im Bezug auf neue Technologien, die im Rahmen von Web 2.0 entstehen, sei dies einer der wichtigsten Punkte.

Vielen Unternehmen wären noch nicht alle Einsatzmöglichkeiten und Funktionen bewusst, die IKTs heute bieten, so ein Tenor der Forumsteilnehmer. Während viele Unternehmen neue Technologien im Kontakt mit Kunden einsetzen, nutzen sie diese selten für interne Prozesse. Anwendungen wie Blogs, RSS-Feeds oder Webseiten nach Art von Wikipedia, angesiedelt im Rahmen von Web 2.0, würden den Zugriff auf Unternehmensdaten in ERP- und CRM-Systemen für Mitarbeiter jedoch deutlich vereinfachen sowie die Verbreitung der unternehmensinternen Informationen unter Mitarbeitern beschleunigen. Als Beispiel, wie Web 2.0-Technologien in Unternehmensprozesse integriert werden können, nennt Gens den Vortrag von Jimmy Wales, Gründer der Online-Plattform Wikipedia. "Wales erwähnte Intuit, dass mit "Taxalmanac.org" eine Wiki-Plattform einsetzt, um seinen Kunden einen Ort zu bieten an dem sie ihre Ideen, Lob und Kritik an Produkten untereinander auszutauschen können. Gleichzeitig profitiert Intuit davon und kann die Anregungen dazu nutzen seine Produkte zu verbessern sowie bei neuen Entwicklungen die Wünsche der Kunden mit einzubeziehen."

Chris Anderson, Autor des Marketingbuches "The Long Tail", legte den Fokus seines Vortrages im Rahmen des IDC IT-Forums auf neue Business-Modelle, die an die sozialen und kulturellen Veränderungen des Marktes angepasst sind. Der einstige Massenmarkt würde sich heute zunehmend in einzelne viele Nischenmärkte aufspalten. Um diese zu erreichen und die dadurch entstehenden Wachstumschancen zu nützen, müssten Unternehmen auch die entsprechenden Technologien einsetzen. "Bisher sind es relativ neue Unternehmen wie Amazon, eBay oder der iTunes Store, die sich primär auf dieses Business-Modell konzentrieren und das Internet als Plattform nutzen, um die Nischenmärkte zu erreichen. Wir gehen davon aus, dass sich viele Unternehmen durch den mit der Globalisierung steigenden Druck auf Umsätze und Profitabilität in den großen, traditionellen Märkten dazu gezwungen fühlen, nach nicht-traditionellen Möglichkeiten wie Long Tail-Marketing zu suchen." Gens rechnet damit, dass immer mehr etablierte Unternehmen das Internet für agressivere Vertriebsstrategien nutzen, um auf diesem Weg kleinere und nicht-traditionelle Kunden- und Produktsegmente zu erreichen. Wie Anderson auch in seinem Buch beschreibt, verringerten sich Produktions- und Vertriebskosten in den vergangenen Jahren vor allem durch den Gebrauch von Online-Tools. Eingesparte Kosten und neue Online-Vertriebswege würden es Unternehmen ermöglichen, ihre Produkte auf Kunden anzupassen, anstatt der früheren Einheitsstrategie zu folgen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Victoria Schubert
Tel.: ++43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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