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Do, 24.05.2012
pte20060911002 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Social-Network Facebook löst Proteststurm aus
Social-Networking-Seite macht Useraktivitäten transparent
New York (pte002/11.09.2006/06:15) - Die US-amerikanische Studentencommunity-Seite Facebook http://www.facebook.com/ löste vergangene Woche mit einem neuen Feature einen Proteststurm unter ihren Benutzern aus. Der neue News-Feed sendet automatisch Informationen über sämtliche Aktivitäten auf den Userseiten. Bisher musste man die Seiten selber besuchen, um sich über Änderungen zu informieren, doch nun wird man automatisch über jeden Schritt auf dem Laufenden gehalten, den Freunde auf Facebook tun. Man erfährt beispielsweise ob sie einen neuen Freund in ihre Liste hinzufügen oder wie sich der Beziehungsstatus zwischen Personen ändert. Außerdem wird man auch über Änderungen bei den Lieblingsliedern und Interessen auf dem Laufenden gehalten. Obwohl es scheinbar der MySpace-Generation nicht viel auszumachen scheint, persönliche Details im Internet zu publizieren, sorgte diese Anwendung, die den Usern die Spionierarbeit abnimmt, für weitreichende Proteste, wie die New York Times http://www.nytimes.com berichtet. Nur wenige Stunden nachdem die Neuerung zur Anwendung kam, formierte sich der Protest. "Du wirst in Facebook mehr oder weniger auf Schritt und Tritt verfolgt. Es ist, als ob jemand meine Gespräche belauscht", beklagt Emily Bean, eine Facebook-Nutzerin, gegenüber der New York Times. Den Aufstand gegen die News-Feeds führen manche Facebook-Benutzer auf die Tatsache zurück, dass ihnen das Feature erst vor Augen geführt hätte, wie viele persönliche Informationen sie eigentlich auf Facebook preisgeben. Die Kritik der Community wurde vom Facebook-Erfinder, dem 22-jährigen Harvard-Absolventen Mark Zuckerberg, erhört. Er sah die Problematik der neuen Anwendung ein und arbeitete zusammen mit seinen Programmierern zwei Tage lang daran, sie zu verbessern. Seit vergangenem Freitag steht den Facebook-Nutzern eine Seite mit Optionen zur Verfügung, welche die Privatsphäre wieder erhöhen soll. Nun kann man das Feature entweder vollkommen deaktivieren oder zumindest bestimmte Bereiche vor automatischer Publikation schützen. "Generell gilt, je mehr Kontrolle du den Leuten geben kannst, desto besser", sieht Zuckerberg ein. (Ende)
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