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So, 12.02.2012
pte20060901004 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Voice Award 2006: Bessere Nutzerschnittstellen und innovative Geschäftsmodelle
Managed Services setzen sich auch bei Sprachautomatisierung durch
Berlin/Bonn (pte004/01.09.2006/06:20) - Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin gab Professor Wolfgang Wahlster, Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) http://www2.dfki.de/web und Schirmherr der Bonner Voice Days http://www.voicedays.de , 14 Sprachdialogsysteme bekannt, die für den Voice Award 2006 nominiert wurden. 72 sprachgesteuerte Dienste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konkurrierten um den "Oskar" der Sprachtechnologiebranche, 42 Systeme konnten sich für die letzte Runde qualifizieren - basierend auf einem umfangreichen Testverfahren wurden daraus die 14 Nominierten in fünf Kategorien von der Jury bestimmt. "Das Testverfahren, das nun zum dritten Mal durchgeführt wird, bewertet Telefondienste, die dem Nutzer einen deutschsprachigen Dialog mit einem Computerdienst ermöglichen, ohne dass das System vorher auf die Stimme des jeweiligen Nutzers trainiert werden muss", erklärt Juryvorsitzender Wahlster. Die Gewinner werden auf den Voice Days in Bonn bekannt gegeben. Der Fachkongress findet vom 18. bis 19. Oktober im Alten Bundestag statt. Die Hauptkategorie "Best Practice Award" prämiert die beste deutschsprachige Sprachapplikation im Praxistest. Nominiert für den Best Practice-Preis sind "DHL Paketdienst Info", "T-Com IVR Sprachportal Vertrieb Consumer" und "T-Mobile Sprachportal Kundenservice 2006". In der Kategorie "Best Innovation Award" waren technische Innovationen ebenso wie innovative Geschäftsmodelle oder auch neuartige Dialogstrategien gefragt. Nominiert wurden hierzu "DaimlerChrysler Persönlicher Assistent", "Hamburger Verkehrsverbund Telefonische Fahrplanauskunft" und das "Sixt Sprachportal Kundenservice". Mit "Best Enterprise Service" werden gelungene Sprachautomationen von Kunden- und internen Unternehmensprozessen prämiert. Hier wurden "DHL Paketdienst Info", "ING-DiBa Wertpapier Order Line", "Swisscom PassGEN Bluewin" und "T-Mobile Sprachportal Kundenservice 2006" nominiert. Für den "Best Value-Added Service"-Award wurden öffentliche Telefondienste und Sprachportale mit dem überzeugendsten Geschäftsmodell gesucht. Die Jury nominierte "Jamba 33333", "T-Com 11864 Klingelton Download" und "Voice Business Golfscore". Erstmalig in diesem Jahr wird auch die "Best Voice Campaign" prämiert. Hier geht es um die beste Marketing-Kampagne, die von einer telefonischen Sprachapplikation unterstützt wird. Nominiert sind die "Cisco Boooming Campaign", die Speak Up Dienste "22456 Taxiruf" und "22833 MusicLounge". Jurymitglied Christian Thunig, stellvertretender Chefredakteur der absatzwirtschaft http://www.absatzwirtschaft.de , freut sich über die ersten Werbe- und Marketingkampagnen, die auf Sprachcomputer setzen: "Der Wettbewerb zeigt, dass Sprachcomputer auch in Marketing und Vertrieb an Bedeutung gewinnen. Besonders spannend ist hier die Verknüpfung verschiedener Medien und die Einbeziehung des Sprachkanals, der den Werbetreibenden neue Wege der Absatzförderung eröffnet und den direkten, automatisierten Zugang zum Kunden über das Telefon schafft". Die Nutzerfreundlichkeit der Sprachanwendungen sei nach Analysen von Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Business Initiatve deutlich besser geworden, wie auch das Urteil der Laientester bestätige. "Zudem setzen sich Hosting und Managed Service als Betriebskonzept am Markt durch - über 50 Prozent der Anwendungen werden als Managed Service betrieben. Drittens: Anwendungen zur Serviceautomatisierung dominieren klar, es nahmen kaum Mehrwertdienste am VOICE Award teil und Kampagnen spielten nur eine sehr untergeordnete Rolle. Bemerkenswert ist, dass erste Standardanwendungen verfügbar sind und insbesondere im Banking-Bereich zunehmend mit Modulen gearbeitet wird, die statt einer Neuentwicklung für bestimmte Prozesse nur noch kundenspezifische Anpassungen erforderlich machen", erklärt Steimel. "Ein wichtiger Effekt unserer Benchmarks zeigt sich darin, dass in etlichen getesteten Sprachdialogsystemen aufgrund der im vergangenen Jahr aufgedeckten Schwachstellen nun gezielt das Dialogmanagement, das inhaltliche Sprachverstehen und die Sprachsynthese optimiert wurden. Bei gleicher Performanz in der Spracherkennung konnten diese Voice-Anwendungen es durch gezielte Verbesserungen aufgrund unserer Testresultate vom Vorjahr diesmal in die Top 25 und sogar zu einer Nominierung für einen Voice Award schaffen", so das Fazit Professor Wahlster gegenüber pressetext. (Ende)
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