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Mo, 13.02.2012
pte20060817004 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
Risikokapital entdeckt Netzwerk-Branche neu
Umrüstung auf IP-Infrastruktur eröffnet Möglichkeiten für Startups
New York (pte004/17.08.2006/06:20) - Steigende Investitionen der Betreiber in ihre Netz-Infrastruktur haben das nach dem Platzen der Hightech-Blase erloschene Interesse der Risikokapitalgeber an Netzwerkausrüstern neu entfacht. Allein seit dem Schlussquartal 2005 ist das Venture Capital-Volumen, das in die Branche gepumpt wurde, um 60 Prozent gewachsen, berichtet das Wall Street Journal. "Was wir hier beobachten können, ist der Beginn einer neuen Erfolgswelle", zitiert das Blatt William Seifert, Partner bei Prism Venture Partners http://www.prismventure.com . Getrieben von den Kundenwünschen nach Diensten wie Web-TV oder Musikdownloads stellen derzeit alle großen und beinahe alle kleineren Betreiber ihre Netzinfrastruktur auf IP-Lösungen um. Dadurch steigen die Investitionen in das Netzwerkequipment sprungartig an und auch Startups könnten an dem Boom mitverdienen. Spezialisierten Startups eröffnen sich dem Experten zufolge nämlich in punkto innovative Produkte und Fachkenntnis neue Möglichkeiten, am Markt zu partizipieren. "Der Infrastrukturmarkt ist in den vergangenen Jahren rückläufig gewesen", erklärt Sean Dalton, Manager bei Highland Capital Partner. Die kleineren Unternehmen hätten sich angesichts des harten Wettbewerbs von den traditionellen Anbietern abheben müssen. Heutzutage bieten Netzwerk-Startups laut Dalton mehr als nur ein Produkt an und versuchten damit den Betreibern mehr Wert zu bieten als mit der Billigpreisstrategie vergangener Jahre. "Der Wettbewerb unter den großen Netzwerkausrüstern ist schon hart genug", meint dagegen Branchenanalyst Steffen Manske von der National-Bank http://www.national-bank.de im pressetext-Gespräch. Zudem leidet die Branche auch unter dem Preisdruck chinesischer Anbieter wie Huawei. "Das lässt sich an den sinkenden Margen ablesen", so Manske. Für kleinere Firmen werde es daher schwierig sein, sich auf dem heiß umkämpften Markt zu etablieren. Dass Startups Neuentwicklungen forcieren und sich in manchen Bereichen einen gewissen Vorsprung erarbeiten, daran besteht auch für Manske kein Zweifel. "Ich glaube aber, dass die Branchengrößen diesen Vorsprung aufholen können oder die kleinen Unternehmen und damit auch ihr Know-how einfach schlucken", so der Analyst. Außerdem werde es eine Reihe von Startups geben, die es nicht schaffen ihre Technologie in Produkte umzusetzen. "Aber das ist ja auch das Risiko am Risikokapital", so Manske gegenüber pressetext abschließend. (Ende)
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