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Sa, 11.02.2012
pte20060731036 Sport/Events, Medien/Kommunikation
Formel 1 im Quotentief
Attraktivität für globale Sponsoren weiterhin gegeben
Karlsruhe (pte036/31.07.2006/16:50) - Auch wenn Michael Schumacher die Formel 1-Weltmeisterschaft derzeit wieder spannend gemacht hat, sind die Quoten in Deutschland wenig zufriedenstellend. Das Zuschauerinteresse hat seit 2001 deutlich abgenommen, wie der Sportkommunikationsberater IFM-Medienanalysen GmBH http://www.ifm-sports.com errechnet hat. Verfolgten im Jahr 2001 noch knapp 10,5 Mio. Zuschauer in Deutschland den Hockenheim Grand-Prix, waren es gestern, Sonntag, nur noch 8,07 Mio. Dies entspricht einem Minus von mehr als 20 Prozent. Nicht auszudenken sind die Folgen, wenn Schumacher in naher Zukunft seinen Rücktritt erklären sollte. "Wenn sich keine anderen deutschen Fahrer finden, die dann für Schumacher in die Bresche springen, könnten die Formel 1-Quoten in Deutschland im äußersten Extremfall ein ähnliches Schicksal erleiden wie es seinerzeit dem Tennissport passiert ist", so Jens Seeberger, Leiter Unternehmenskommunikation/PR bei IFM, im Gespräch mit pressetext. "Ein nationaler Held, wie er von Schumacher in Deutschland verkörpert wird, sei für die hohen Quoten der letzten Jahre verantwortlich und von hoher Bedeutung", so Seeberger weiter. Weiters untersuchte IFM die über Nachrichtensendungen generierten Mediawerte. Demnach wurde beispielsweise im Jahr 2003 der GP von Deutschland noch in 575 Berichten thematisiert und dabei mehr als 223 Mio. TV-Kontakte gezählt. Im letzten Jahr waren es nur noch 346 Beiträge in Nachrichtenmagazinen bei "lediglich" 99,5 Mio. Kontakten. "Diese sekundäre Berichterstattung bietet aufgrund der Reichweitenstärke gerade Sponsoren eine gute Plattform. Dennoch ist die Formel 1 weiterhin eine der attraktivsten Sportarten, wenn es um globales Sponsoring geht", erläutert Seeberger im pressetext-Interview. Auch die Besucherzahlen vor Ort konnten nach IFM-Angaben nicht gehalten werden. Am Sonntag strömten zwar immerhin 118.000 Menschen nach Hockenheim. Vergleicht man jedoch diesen Wert mit den Besucherzahlen der letzten zehn Jahre, so bewegen sich diese am unteren Ende der Spanne. Ob die nun beschlossene Reduzierung auf einen Deutschland Grand-Prix pro Jahr die TV-Quoten bzw. Besucherzahlen stabilisieren könne, vermag Seeberger nicht zu prognostizieren, "da zu viele Faktoren die Zuschauerzahlen beeinflussen". (Ende)
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