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Sa, 11.02.2012
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pte20060725034 Forschung/Technologie, Computer/Telekommunikation
28. Internationale Halbleiterkonferenz tagt in Wien
1.300 Teilnehmer diskutieren aktuelle Forschungsergebnisse
Erich Gornik, Geschäftsführer Austrian Research Center (Foto: fotodienst.at)
Erich Gornik, Geschäftsführer Austrian Research Center (Foto: fotodienst.at)

Wien (pte034/25.07.2006/13:55) - Rund 1.300 Wissenschafter aus aller Welt finden sich von 24. bis 28. Juli in der Wiener Hofburg ein, um an der 28. Internationalen Halbleiterkonferenz ICPS http://www.icps2006.at (International Conference in the Physics of Semiconducters) teilzunehmen. In 1.250 Beiträgen wird über den derzeitigen Stand der Forschung im Bereich der Halbleitertechnologie diskutiert und die neuesten Entwicklungen vorgestellt. "Wichtig ist uns, dass nicht nur etablierte Experten auf dieser Konferenz zu Wort kommen, sondern auch junge Physiker die Möglichkeit haben, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren" , so Günther Bauer, Vorstand des Instituts für Halbleiter- und Festköperphysik in Linz http://www.hlphys.jku.at und Programm Chairman der ICPS 2006, auf der heutigen Pressekonferenz.

Neben dem aktuellen Forschungsstand berichten bei der ICPS auch Forscher verschiedener Industrie-Laboratorien über neue Ergebnisse. Phaedon Avouris, Forscher bei IBM http://www.ibm.com in New York, erklärt etwa, wo Nanotechnologien in Zukunft eingesetzt werden. Der Punkt an dem begonnen wurde Dinge, kleiner zu machen, sie aber in ihrer Funktion nicht mehr zu verbessern, sei bereits überschritten. Es müsse daher nach einer neuen Technologie gesucht werden, die diese Verbesserungen erwirken kann. Nanostrukturen setzen demnach an diesem Punkt an und sollen zum Beispiel dazu dienen, bisher verwendetes Baumaterial für elektronische Elemente zu ersetzen. Es werde jedoch noch Jahrzehnte dauern, bis Prozesse in der Halbleiter- und Nanotechnologie so weit entwickelt sind, um sie im kommerziellen Gebrauch einzusetzen.

Auch Charles Marcus von der Harvard University http://www.harvard.edu betont, dass innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahrzehnte viele der heute noch neuen Technologien im Alltag eingesetzt werden können. Was heute fast unmöglich erscheint, werde dann als nichts Besonderes mehr angesehen. "Die größte Entwicklung wurde bisher im Materialbereich vollzogen, vor allem auf der Computerebene. Die Materialformation wird auch in Zukunft eines der wichtigsten Themen sein" , so Erich Gornik, Geschäftsführer des Austrian Research Centers http://www.arcs.ac.at und Chairman der ICPS 2006. Die größte Herausforderung für die Zukunft sieht er in der Entwicklung von dreidimensionalen Nanostrukturen, welche die bisher zweidimensionalen Strukturen ablösen sollen.

Auch wenn sich die Wissenschafter und Physiker einig darüber sind, dass weitere Entwicklungen auf dem Gebiet der Halbleiterforschung noch viele Jahre in Anspuruch nehmen werden, so stimmen sie auch überein, dass die Forschung heute bereits unter einfacheren Bedingungen arbeiten kann. Klaus von Klitzing, Direktor des Max-Plank-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart http://www.fkf.mpg.de erklärt: "Heute sind wir in der Lage, Quantenphysik spielerisch zu erfassen. Die heutige Generation fühlt sich auf diesem Gebiet zu Hause, während frühere Generationen lange brauchten, um die Vorgänge und Prozesse zu verstehen. Das vergangene Jahrhundert hat die Grundlage geschaffen, auf der heute auf einem breiten Gebiet geforscht werden kann." Gerade deshalb sei es wichtig, dass die Universitäten über genügend Geld verfügten, um den Studenten auf dem Gebiet der Physik eine ausreichend weit gefasste und tief gehende Ausbildung zu ermöglichen, betont Erich Gornik.

(Pressefotos zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=746 zum Download)

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Victoria Schubert
Tel.: ++43-1-81140-319
E-Mail:
pressetext.austria
   
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