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pte20060408001 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
Deutsche IT-Dienstleister: Keine Angst vor Offshore-Konkurrenz
Studie: Fokus auf Internationalisierung setzen - China als Chance
Berlin (pte001/08.04.2006/06:10) - Die Offshore-Konkurrenz macht den deutschen IT-Dienstleistern kaum Angst. Laut einer aktuellen Analyse der Marktbeobachter von Berlecon http://www.berlecon.de fühlt sich nur ein kleiner Teil der deutschen Anbieter von Wettbewerbern aus Indien oder China bedroht. Mehr als drei Viertel der IT-Dienstleister der Bundesrepublik rechnen dagegen für 2006 trotz zunehmenden Preisdrucks mit einer Steigerung bei Umsatz und Auftragsbestand. "Bis auf die Entwicklung bei den Preisen zeigt sich eindeutig Optimismus", so Berlecon-Analyst Andreas Stiehler gegenüber pressetext. "Die Stimmung ist sogar noch etwas besser als im Vorjahr." Die Branche setzt ihre Hoffnungen allerdings vorrangig in Tätigkeiten mit hohem Anforderungsprofil und hofft so, den konkurrierenden Offshore-Anbietern aus dem Weg zu gehen. Dauerhaft werde diese Taktik aber kaum Erfolg haben, meint Stiehler. "Zum einen dürfte sich durch die Fokussierung vieler deutscher Anbieter auf diese Segmente auch hier der Druck auf die Preise verstärken", schätzt der Experte. Darüber hinaus werde die zunehmende Standardisierung der IT-Services Offshore-Anbietern in Zukunft dauerhaft den Marktzugang auch im oberen Preissegment erlauben. Stiehler empfiehlt den deutschen IT-Dienstleistern deshalb, selbst Offshore-Möglichkeiten zu nutzen und die Internationalisierung voranzutreiben. "Durch die Integration von Offshore-Komponenten in eigene Dienstleistungen können sich die Anbieter durchaus Wettbewerbsvorteile verschaffen. Derzeit nutzen aber nur 22 Prozent der IT-Dienstleister diese Chance", erklärt Stiehler. Chancen sieht der Experte etwa in Wachstumsmärkten wie China und Osteuropa, die derzeitige Fokussierung der deutschen Anbieter auf den Heimmarkt, lasse allerdings befürchten, dass diese Möglichkeiten vertan werden. In bestimmten Bereichen sieht Stiehler auch in Entwicklungsmärkten einen Markt für deutsche IT-Spezialisten. Arbeitsintensive Projekte versprächen etwa dann Erfolg, wenn ein sehr spezielles technisches oder Prozesswissen erforderlich ist, meint Stühler im Gespräch mit pressetext. Außerdem besticht die deutsche IT-Branche nach Meinung des Experten auch mit der Fähigkeit, komplexe Projekte wie etwa die Einführung eines Maut-Systems zu stemmen. "Um Potenziale im Auslandsgeschäft auszuschöpfen, müssen die IT-Dienstleister aber noch einige Hausaufgaben erledigen", heißt es dazu in einer entsprechenden Berlecon-Spotlight-Analyse, die die Exportchancen deutscher IT-Dienstleister auslotet. Neben dem Aufbau von Vertriebsnetzen gehöre dazu auch, die internen Strukturen für die Internationalisierung vorzubereiten. Darüber hinaus sollten die Unternehmen über genügend für die internationalen Märkte qualifizierte Mitarbeiter verfügen. (Ende)
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