VORSCHAU
PRESSETERMINE
Treffpunkt um 8:20 beim Eingang des Umweltministeriums
12.12.2016 00:00
Medienzentrum Bundeshaus
12.12.2016 00:00
Au Premier beim Zürcher Hauptbahnhof
12.12.2016 00:00

AKTUELLES PRESSEFOTO



WETTER
Graz: sonnig
Innsbruck: heiter
Linz: wolkig
Wien: wolkig
10°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
HIGHTECH
Mi, 22.02.2006 17:02
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20060222049 Computer/Telekommunikation, Politik/Recht

Razorback 2 - Weltgrößter Filesharing-Server offline

Betreiber verhaftet, Hardware beschlagnahmt

Brüssel/Bern (pte049/22.02.2006/17:02) - Der weltgrößte Filesharing-Server, Razorback 2, ist offline. Belgische und Schweizer Strafverfolgungsbehörden haben den Server abgeschaltet und ihn beschlagnahmt. Gleichzeitig soll der Betreiber in der Schweiz verhaftet worden sein, wie die Motion Picture Association of Amerika (MPAA) http://www.mpaa.org in einer Aussendung mitteilte.

Razorback 2 verfügte über einen Index, der 170 Mio. Dateien umfasste. Auf den wichtigen eMule-Server sollen zu Stoßzeiten bis zu 1,3 Mio. User zugegriffen haben. Über Razorback wurden Software, Spiele, Musik und Filme illegal verbreitet. Den Nutzern der Filsharing-Programme standen die Files kostenlos zur Verfügung. Der Server wurde unter anderem durch Spenden von Anwendern finanziert.

Die US-Filmindustrie feiert einen großen Schlag gegen die Raubkopiererei via peer-to-peer(P2P)-Netzwerke. Mit der Schließung von Razorback 2 seien nun alle wichtigen eDonkey-Server in Europa und den USA vom Netz. Vertreter der Filmbranche werfen dem Betreiber klar finanziell motivierte Absichten vor. Nicht nur Spenden seien gesammelt, sondern auch Anzeigen von Porno-Websites geschaltet worden. Beanstandet wurde zudem die mangelnde inhaltliche Kontrolle der getauschten Dateien. Neben durch Copyright geschützter Werke seien über den Server auch Kinderpornograhie, Anleitungen zum Bombenbau und Trainingsvideos für Terroristen ausgetauscht worden.

Der Betreiber von Razorback sorgte jedoch offenbar dafür, dass zumindest die Nutzer der Downloadplattform nicht aufgespürt werden können. Denn am Server hätten sich keine IP-Adressen befunden, wie das französische Online-Magazin Ratatium meldete. Grund dafür sei, dass die Logfiles nicht auf der Festplatte abgelegt wurden, wodurch später nachvollziebar gewesen wäre, wer den Server genutzt hat. Stattdessen wurden sie im 16 Gigabyte großen Arbeitspeicher des Servers gesichert. Beim Abschalten wurden diese Daten daher gelöscht.

Die Razorback-Trennung vom Netz führte kurzzeitig zu einem Einbruch der eDonkey-Nutzerzahlen. Langfristig dürfte die Abschaltung jedoch kaum negative Konsequenzen für die eDonkey-Community haben. Der populäre eMule-Client setzt bereits seit Version 0.40 auf ein dezentrales P2P-Netzwerk, das ganz ohne Server wie Razorback auskommt.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Andreas List
Tel.: ++43-1-81140-313
E-Mail:
pressetext.austria
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
Social Media
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising