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Do, 24.05.2012
pte20060204002 Auto/Verkehr, Forschung/Technologie
Laserzündung könnte konventionelle Zündkerzen ablösen
Forscher streben optimierte Verbrennungslösung an
Bayreuth (pte002/04.02.2006/06:20) - Nach Ansicht von Experten des Bayreuth Engine Research Centers (BERC) http://www.berc.uni-bayreuth.de könnten konventionelle Zündkerzen schon bald der Vergangenheit angehören. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft http://www.dfg.de unterstützten Zwei-Jahresprojekt sollen die technischen Möglichkeiten von Laserzündungen in Verbrennungsmotoren ausgelotet und markttaugliche Lösungen entwickelt werden. Damit will man Herstellern und Zulieferern der Automobilindustrie neue Impulse zum Einsatz der seit längerem bekannten Technologie liefern. "Die Idee ist nicht ganz neu, bildet durch die variablen Zündmöglichkeiten aber immer noch die perfekte Lösung im Bereich der Verbrennung", ist BERC-Sprecher Dieter Brüggemann im Gespräch mit pressetext überzeugt. Um eine möglichst effiziente und saubere Verbrennung zu erreichen, müsste Brüggemann zufolge je nach Drehzahl und Motorverhalten an verschiedenen Stellen im Brennraum gezündet werden. "Dies ist mit einer konventionell angebrachten, fixen Zündkerze naturgemäß aber nicht möglich", so der Wissenschaftler. Mit intensiven Laser-Lichtpulsen lasse sich hingegen auf nahezu jeden gewünschten Ort mitten im Brennraum fokussieren. Zündungen könnten dadurch zielgerichtet an verschiedenen Stellen und in kurzen Abständen ausgelöst werden, so Brüggemann. "Für eine möglichst saubere Verbrennung spielt vor allem eine kurze Brenndauer sowie eine konstante Brenndruckverteilung während des Zündvorgangs eine Rolle. Laserbasierte optische Mehrfachzündungen stellen in diesem Zusammenhang sicherlich die optimale Lösung dar", meint Rennmotoren-Entwickler Georg Schaubeder http://www.rs-motor.at auf Anfrage von pressetext. Warum die längst bekannte und laut Schaubeder mittlerweile auch wirtschaftlich interessante Technologie von der Automobilindustrie zumindest offiziell nie aufgegriffen wurde, sei auch ihm unverständlich, so Schaubeder. Er glaubt, dass auch bestehende Benzinmotoren mit vergleichsweise wenig Aufwand umgerüstet werden könnten. Damit ließe sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu einen Liter je 100 Kilometer senken. Um mit herkömmlichen Mitteln eine ähnlich gute Verbrennungsoptimierung bei Motoren zu erreichen, setzen Entwickler wie Schaubeder unter anderem auf den Einsatz multipler Zündkerzen. So kann etwa bei Zweiventilern die einseitige Brenndruckverteilung durch das Anbringen einer zweiten Zündkerze an der gegenüber liegenden Seite des Brennraumes ausgeglichen werden. Durch die gleichzeitige Doppelzündung der beiden Zündkerzen wird die Brenndauer verkürzt. Der Brenndruck lässt sich darüber hinaus effizienter in kinetische Energie umsetzen, was wiederum entsprechend positive Auswirkungen sowohl auf die Leistung als auch den Kraftstoffverbrauch des Motors mit sich bringt. (Ende)
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