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pte20060130032 Auto/Verkehr, Forschung/Technologie
Automobilmarkt: Hybrid vs. Diesel
Unternehmen müssen Investitionsrisiko eingehen
Hybrid-Antrieb von Toyota
Hybrid-Antrieb von Toyota

Frankfurt (pte032/30.01.2006/16:20) - Auch wenn derzeit die wirtschaftlichen Vorteile für den Autofahrer nicht gegeben sind, führt am Hybridantrieb in Zukunft kein Weg vorbei, so die Kernaussage der Studie "Wirtschaftliche Chancen alternativer Antriebstechnologien" von PricewaterhouseCoopers (PwC) http://de.pwc.com . Alternativen sind aufgrund von steigenden Energiekosten und Verschärfungen bei den Emissionsrechten gefragt. "Die weitere Entwicklung des weltweiten Marktes für Hybridfahrzeuge ist zwar schwer abschätzbar, trotzdem müssen die Firmen das Risiko eingehen, in diese Technologie zu investieren", so Franz Wagner, Leiter Automotive bei PwC.

Europas Autokonzerne sind dabei in einem Dilemma. Nach großen Investitionen in die Entwicklung abgasoptimierter Dieselfahrzeuge ist der finanzielle Spielraum klein, um in ähnlichen Ausmaß auch in die Hybridtechnologie zu investieren. Jeder Aufwand führt unweigerlich dazu, dass andere Investitionen zurückgestellt werden müssen. "Wer hier die falsche Umverteilung vornimmt, gefährdet seine Wettbewerbsposition", erläutert Wagner in der Studie.

Der Diesel-Motor, auf den vor allem die europäischen Hersteller setzen, hat aber noch nicht ausgedient. "Derzeit wird daran gearbeitet, den Diesel auf eine höhere Qualität zu bringen und somit auch für die Märkte in den USA und Asien noch attraktiver zu machen", so Ferdinand Dudenhöffer von B&D Forecast http://www.bd-forecast.de/ , im Gespräch mit pressetext. Speziell bei schweren Fahrzeugen liefern hybrid-angetriebene KFZ schlechtere Leistungsmerkmale. Für den Stop-and-Go Verkehr sieht Dudenhöffer den Hybrid-Antrieb klar im Vorteil.

Laut der PwC-Studie wurden im Jahr weltweit 245.000 Hybridautos verkauft. "Derzeit kaufen die Kunden Hybridfahrzeuge aus irrationalen Gründen", so Wagner weiter. Der Markt wird eher von Trends als von wirtschaftlichen Überlegungen bestimmt, da Hybridautos ihre Mehrkosten erst nach sechs bis zehn Jahren Betriebszeit wieder einspielen. Dennoch entscheiden sich Verbraucher schon heute für diese Technik, weil sie sich dadurch als Vorreiter sehen, heißt es in der Studie weiter.

Vorreiter auf dem Gebiet der Hybridtechnologie im Pkw-Markt ist Toyota, die laut Dudenhöffer einen Technologie-Vorsprung von rund fünf Jahren genießen. Das Unternehmen rechnet für die Amortisation wichtiger Investitionen in einem Zeitraum von 20 Jahren und nicht nur im Lebenszyklus eines einzelnen Produkts. Damit rollt Toyota mit einer kostspieligen Technologie, in die kein anderer Hersteller investieren wollte oder konnte, den Markt auf. "Die Konkurrenz versucht derzeit durch Joint-Ventures aufzuholen", so Dudenhöffer abschließend im pressetext-Gespräch. Der Markt soll bis 2010 auf bis zu eine Million hybrid-angetriebener Fahrzeuge wachsen, was nur zwei Prozent der jährlichen weltweiten Leichtfahrzeugsproduktion entspricht. Über 70 verschiedene Modelle sollen dann verfügbar sein.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Michael Fiala
Tel.: +43 (0)1 81140 303
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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