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Mo, 13.02.2012
pts20060123015 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
Neue Studie von Arthur D. Little untersucht die Entwicklung des Österreichischen Festnetzmarktes
Österreichischer Breitbandmarkt hebt nach Jahren verhaltenen Wachstums endlich ab
Wien (pts015/23.01.2006/10:40) - Die aktuelle Breitbandentwicklung bringt endlich Schwung in den regressiven Festnetzbereich. Jahrelang war das Wachstum des österreichischen Breitbandmarktes aufgrund zu hoher Einstiegspreise im europäischen Vergleich hinten. 2005 gelang es erstmals, dank attraktiver DSL und Mobilfunkangebote einen Zuwachs an Breitbandanschlüssen von fast 440 Tausend zu erreichen. Hiervon betragen die mobilen UMTS User bereits 26% am Gesamtwachstum. Details hierzu finden sich in der neuen Studie über den österreichischen Festnetzmarkt der Unternehmensberatung Arthur D. Little. Die Studie "Fixed line market Austria, Status and Future Developments" beschreibt die aktuelle Situation am österreichische Festnetzmarkt, welche grundsätzlich von drei Entwicklungen 2005 geprägt war: 1.) Der Breitbandmarkt in Österreich erzielt bisher ungeahnte Wachstumsraten 2.) Die Konsolidierung am österreichischen Telekommunikationsmarkt nahm 2005 ihre Fortsetzung 3.) Die Cash Cow "Sprache" wird zukünftig weiter vom Mobilfunk kannibalisiert; Entwicklungen in Richtung VoIP werden die Erosion dieses Geschäftsfeldes weiter vorantreiben. Der österreichische Festnetz-Breitbandbereich erreichte 2005 eine Wachstumsrate von +39%, was für bisherige österreichische Erfahrungen einen Spitzenwert darstellt. Dies wurde hauptsächlich durch attraktive Breitband-Einsteigerprodukte mit geringen monatlichen Entgelten erreicht (Angebote unter 20 Euro monatlich mit Downstream Raten bei ca. 384kbit/s). Auch die mobilen Löungen via UMTS erlebten 2005 einen enormen Anstieg und hatten Ende des Jahres nahezu 10% Anteil an der gesamten Breitbandpenetration. "Stetig steigende Bandbreiten für mobile Breitbandanschlüsse -Mobilkom Austria launchte zum Beispiel erst kürzlich HSDPA mit bis zu 1,8Mbit/s Daten-Übertragungsrate -werden den Trend "to mobile" zukünftig auch auf den Breitbandbereich ausweiten", erklärt Dr. Karim Taga, Managing Director und Telekommunikationsexperte von Arthur D. Little Austria. Grafik 1 - Österreichische Breitbandkunden und Breitbandzuwachs 2005 Auch international war 2005 durch einen enormen Zuwachs an Breitbandanschlüssen geprägt. So konnte zum Beispiel Frankreich seine Festnetz-Breitbandpenetration von 16% auf 36% der Haushalte ausbauen! Grafik 2 - Stadium der Bre itbandpenetration (% der Haushalte) weltweit Ende 2005. Die Entwicklung in den nächsten Jahren wird weiters durch neue Breitbanddienste (Beispiele: Telematik, MobileTV, IPTV Dienste über DSL) geprägt sein. Zusätzlich werden neue mobile Marktplayer, mit WiMax oder einer der drei zur Ausschreibung anstehenden Frequenzpakete im 450MHz Bereich verstärkt ein Wörtchen am Breitbandmarkt mitzureden haben. Dies deutet bei einer bestehenden Festnetz-Breitbandpenetrationsrate von bereits 36% (% der Haushalte) auf einen zunehmenden Verdrängungswettbewerb zwischen den unterschiedlichen Technologien hin. Der Konsolidierungsdruck im Österreichischen Festnetz führte 2005 zur Akquisition von Inode durch UPC, nachdem 2004 bereits die beiden bedeutendsten alternativen Festnetzbetreiber Tele2 und UTA vereint wurden. Speziell im ISP-Bereich wird dies auch zukünftig noch aufgrund der zahlreichen regionalen Player seine Fortsetzung finden. Grafik 3 - Marktkonsolidierung von 2000 bis 2005 Die Marktkonsolidierung im Festnetzmarkt war unter anderem stark geprägt durch die Migrationstendenz von Festnetz zu Mobilfunk im Sprachbereich. Diese Migration erfährt derzeit noch keinen Sättigungsgrad, sondern wird aufgrund technologisch bedingter Kapazitätszuwächse im Mobilfunk (UMTS/HSDPA Technologie) durch zukünftig neue Flatrate Tarife weiter forciert werden. Darüber hinaus wird ebenso die stetig steigende Breitbandpenetration die Kannibalisierung mittels VoIP intensivieren. Dieser Effekt wird jedoch in den nächsten Jahren noch ein geringes Ausmaß gegenüber der Migration zu Mobil haben. "Wir von Arthur D. Little gehen davon aus, dass bis 2010 über 15% des Sprachaufkommens via VoIP abgewickelt wird. Dies gilt sowohl für die Festnetz-, als auch verzögert für die Mobilfunktelephonie. Virtuelle Operator wie Skype, Yahoo oder Google bieten vermehrt VoIP kostengünstig auch via Access-Partnerschaften zum Beispiel über WLAN Zugang an, siehe Skype Zones mit VoIP über 18.000 Hot Spots um 6,5 Euro/Monat.", sagt Dr. Karim Taga. Trotz des fortlaufenden Preis/Kannibalisierungsdruckes im derzeitigen Kerngeschäftsfeld Sprache wird der gesamte Telekommunikationsmarkt aufgrund des Wandels innerhalb der Branche von Sprachanbietern zu Anbietern von mobiler multimedialer Kommunikation, Information & Entertainment auch in den nächsten Jahren eine Steigerung vorweisen können. Die Analyse: TIME (Telecommunication, Infor mation, Media, Electronics): Arthur D. Little: Arthur D. Little arbeitet umsetzungsorientiert und unterstützt den Klienten in der Implementierungsphase aktiv. 75 Prozent der Berater haben vor ihrem Eintritt bei Arthur D. Little in der Industrie gearbeitet. Arthur D. Little ist seit Mai 2002 Mitglied im Altran Verbund, einem weltweiten Netzwerk von hochspezialisierten Technologieunternehmen. Im deutschsprachigen Raum verfügt die Unternehmensberatung neben dem Standort Wiesbaden über Büros in Berlin, Düsseldorf, München, Wien und Zürich mit insgesamt 280 Mitarbeitern. Arthur D. Little wurde 1886 von dem MIT-Professor Arthur Dehon Little in Cambridge (Mass./USA) gegründet und ist damit die älteste Beratungsgesellschaft der Welt. Kontakt für weitere Informationen: (Ende)
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