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Do, 24.05.2012
pts20051229001 Auto/Verkehr, Forschung/Technologie
Elektronikprobleme verärgern immer mehr Autofahrer
Roland Berger Studie fordert bessere Abstimmung auf Kundenbedürfnisse
Wien (pts001/29.12.2005/09:00) - Fahrzeughersteller setzen bei Verbesserungen von Komfort und Sicherheit zunehmend auf elektronische Lösungen. Schon in naher Zukunft werden 90 Prozent aller Innovationen elektronischer Natur sein. Paradoxerweise führt aber gerade der steigende Elektronikanteil in Personenkraftwagen zu einer markant sinkenden Kundenzufriedenheit. Hauptgrund dafür ist, dass viele Produzenten ihre Geschäftsprozesse und -strukturen noch nicht an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Trend-Studie "How to master the electronic challenge" von Roland Berger Strategy Consultants. "Viele Produzenten können mit dem grundlegenden Wandel von der mechanischen zur elektronischen Steuerung eines Fahrzeuges noch nicht richtig umgehen", erklärt Rupert Petry, Partner und Automotive-Experte im Wiener Büro von Roland Berger. Dabei erhöht sich der Hightech-Anteil in Personenkraftfahrzeugen weiter rapide: Lag der finanzielle Wert der Elektronik in einem Auto 1995 noch bei durchschnittlich 1.338 Euro, waren es 2005 bereits 2.561 Euro. Für 2015 wird ein Anstieg auf 3.756 Euro erwartet. Auch die durchschnittliche Zahl der elektronischen Steuereinheiten im Fahrzeug ist signifikant gestiegen: Kam der Audi A6 1996 noch mit sechs Einheiten aus, waren es 2005 bereits 40. "Das bedeutet natürlich auch einen enormen Komplexitätsanstieg. Um diesen beherrschbar zu machen, wird das Wachstum des Elektronikanteils wiederum eingebremst. Bis 2015 dürften die Wachstumsraten daher dementsprechend geringer ausfallen", so Petry. Der Multimedia-Car mit aktiven Sicherheitsmaßnahmen Einen Mega-Trend erkennt die Studie beim Thema Sicherheit: Weg von der passiven - der Reduktion des Verletzungsrisikos bei Unfällen - hin zur aktiven Sicherheit, der Verhinderung von Unfällen. "Allerdings fehlt hier noch die Akzeptanz der Konsumenten, da die Elektronik aktiv in das Fahrverhalten eingreift. Das Innovationspotenzial im Bereich passive Sicherheit ist jedoch mehr oder minder ausgereizt, Weiterentwicklungen sind nur mehr bei aktiven Sicherheitsmaßnahmen zu erwarten", meint der Automotive-Experte. Mehr Elektronik - unzufriedene Kunden Elektronik Kundenwünschen anpassen Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 31 Büros in 22 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Mehr als 1.600 Mitarbeiter haben im Jahr 2004 einen Honorarumsatz von rund 530 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 130 Partnern. Weitere Informationen: Temmel, Seywald und Partner (Ende)
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