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Mo, 13.02.2012
pte20051129040 Politik/Recht, Computer/Telekommunikation
Überraschende Vienna Conclusions am UN-Weltgipfel
Blamage durch heimliche Abänderung des Conclusion-Textes
Tunis, Wien (pte040/29.11.2005/16:03) - Seit dem UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft in Tunis vor zwei Wochen wurde viel über Schuld und Unschuld verschiedener Personen am heimlichen oder nicht-heimlichen Abändern der Vienna Conclusions diskutiert. Einer Pressemitteilung von quintessenz http://www.quintessenz.at zufolge, hat Thomas Lutz, Unternehmenssprecher von Microsoft http://www.microsoft.at , auf den Linuxwebsites momentan keine gute Nachrede. Das Impressum der Vienna Conclusions spricht Lutz hingegen keine Schuld zu. Peter Aurelius Bruck, der sich selbst gern als "Medienprofessor" http://www.medienprofessor.at bezeichnet, wird für die Einarbeitung der Microsoft-Vorschläge in die Vienna Conclusions hauptverantwortlich gemacht. Die Abänderung betraf den Punkt "Freie Software", der aus dem Conclusion-Text entfernt und zur Überraschung der Panelmitglieder durch den Zusatzpunkt "Digital Rights Management" (DRM) ersetzt wurde. Der "Medienprofessor" meldete sich im ORF-Online-Forum zu Wort, wie Heise http://www.heise.de berichtete. Bruck bestritt dabei die durchgeführten Änderungen nicht, bezichtigte aber die ORF-Journalisten der "Eindrucksmanipulation". Er habe nach der von ihm durchgeführten Konferenz ein öffentliches Blog zur weiteren Diskussion aller Texte eingerichtet. "Nur schade, dass dieser Blog den Teilnehmern des Panels, das zur Vienna Conclusion führte, nicht bekannt war", nimmt Christian Jeitler von quintessenz gegenüber pressetext dazu Stellung. Es sei eine Blamage, dass hochrangige Gäste, wie zum Beispiel der am Entwurf beteiligte Vorsitzende der Free Software Foundation Europe (FSFE) http://www.fsfeurope.org , mit diesem veränderten Konzept so vor den Kopf gestoßen worden seien. Wie Heise berichtete, erschien erst drei Tage vor der angekündigten Schließung des Blogs, unter dem Titel "Comments from Microsoft Corporation", gezeichnet mit "Thomas Lutz, Manager Public Affairs Mitglied der Geschäftsleitung Microsoft Österreich GmbH" ein Beitrag, der die Änderung einiger Textpassagen vorschlug. Auch ÖVP Abgeordnete Carina Felzmann, Vorsitzende der creativ Wirtschaft Austria und Mitglied der IFPI http://www.ifpi.at , machte sich auf gleichem Weg mit einigen Vorschlägen bemerkbar. Heise wartet bereits zwei Wochen auf eine Stellungnahme der österreichischen Bundesregierung. (Ende)
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