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pte20051128027 Umwelt/Energie, Unternehmen/Finanzen
Ungarischer Öl- und Gaskonzern MOL beschleunigt Wachstumskurs
EBITDA soll auf mehr als 3,5 Mrd. Dollar klettern
MOL will Tankstellennetz bis 2010 auf 1.500 Stationen ausbauen
MOL will Tankstellennetz bis 2010 auf 1.500 Stationen ausbauen

Budapest (pte027/28.11.2005/12:16) - Der ungarische Öl- und Gaskonzern MOL http://www.mol.hu/english hat nach dem vorzeitigen Erreichen seiner Ziele den Wachstumskurs verschärft. Strategie sei es, zwischen 2006 und 2010 das Potenzial aus dem Wachstum in den neuen EU-Staaten zu maximieren und die Einnahmen auszubauen, teilte MOL heute, Montag, mit. Bis 2010 will der Konzern etwa sein EBITDA auf 3,5 Mrd. Dollar erhöhen. "Unser Ziel ist es, ein überragendes Wachstum zu generieren und gleichzeitig das Level der Einnahmen über dem unserer Wettbewerber zu halten", sagte MOL-Chef Zsolt Hernádi.

MOL will seine Explorations- und Produktionskapazitäten in Zentral- und Osteuropa ausbauen und hat dabei neue Übernahmeziele ins Auge gefasst. Zur Erweiterung der Öl- und Gasreserven soll außerdem eine weitere Kernregion ins Visier genommen werden. Im Raffinerie- und Marketing-Bereich sollen die Verkäufe auf 500.000 Barrels pro Tag gesteigert werden. Insgesamt will MOL bis 2010 sein Tankstellennetzwerk auf 1.500 Stationen ausbauen. Im vergangenen Geschäftsjahr hat MOL einen Umsatz von umgerechnet 7,8 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das EBITDA belief sich auf 1,43 Mrd. Euro.

Die rosigen Zukunftsaussichten haben bereits den deutschen Energieriesen E.ON auf den Plan gerufen. E.ON strebt die Übernahme der Gasaktivitäten des ungarischen Konzerns an und will dafür bis zu 2,1 Mrd. Euro auf den Tisch legen. So plant E.ON den Erwerb von je 75 Prozent an den MOL-Gesellschaften für Gashandel und Gasspeicherung sowie 50 Prozent an einer Gasimportgesellschaft, wie der Konzern Anfang dieses Monats mitteilte.

"Ungarn kommt eine strategische Bedeutung als gaswirtschaftliche Drehscheibe in der Region zu", erklärte E.ON-Chef Wulf H. Bernotat. Die Nachfrage nach Erdgas in Ungarn und den Nachbarländern werde deutlich steigen. Derzeit prüft die Europäische Kommission die geplante Akquisition. Experten rechnen mit einer Genehmigung mit Auflagen. Im Konzern selbst wollte man sich naturgemäß nicht zu dem laufenden Verfahren äußern. E.ON http://www.eon.de erwarte eine Entscheidung vielleicht noch Ende Dezember, eher aber im Januar, so ein Konzernsprecher gegenüber pressetext.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Jörn Brien
Tel.: +43-1-81140-318
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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