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Sa, 11.02.2012
pte20051007031 Medien/Kommunikation, Sport/Events
Medientage 2005: Ski-Helden nur im ORF
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel kann werbefreies Fernsehen nicht brauchen
Wien (pte031/07.10.2005/16:20) - "TV-ads no longer work" hat der Branding-Experte Martin Lindstrom in seiner Eröffnungsrede bei den Österreichischen Medientagen verkündet. Damit spricht er Trends an, die auf eine sinkende TV-Nutzung bei jungen Konsumenten zugunsten von Internet, Games und anderen Freizeitaktivitäten hinweisen (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040802019 ). Der Lindstrom-Sager von der sinkenden TV-Werbewirkung machte auch bei der Podiumsdiskussion zum Thema "Wohin rollt der Werbeeuro?" die Runde. Für Leodegar Pruschak von der Raiffeisen Zentralbank steht die Frage der Effizienz zunehmend im Mittelpunkt. Dabei seien Interaktivität, Individualisierung und Kreativität im Sinne von Relevanz entscheidende Faktoren. Alles Aspekte, die nicht unbedingt für das Fernsehen sprechen. Dennoch lässt ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel die Werbeeuros des Skiverbandes und seiner Werbepartner, immerhin insgesamt rund 40 Mio. Euro, bevorzugt in Richtung ORF rollen. "Der österreichische Skisport braucht Helden", so Schröcksnadel. Der ÖSV verkaufe Image und dazu seien große Reichweiten erforderlich. Ein werbefreier Abo-Sender wie Premiere sei dafür nicht brauchbar. "Helden gibt es nur im ORF", begründet Schröcksnadel den Zehnjahresvertrag des ÖSV mit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Premiere hat im Juni gegen den Vertrag eine Beschwerde bei der Wiener Wettbewerbsbehörde eingebracht. Auch Stefanie Bleil von SevenOne Media Austria will sich dem "TV-Todreden" naturgemäß nicht anschließen. "TV bringt Botschaften sehr schnell und mit viel Emotion unter die Leute", so Bleil. Wichtig seien relevante Programme, weil die Zuseher heute viel selektiver fernsehen als früher. Durch die neuen Werbemöglichkeiten der Digitalisierung gewinne das Fernsehen zudem wieder an Relevanz, meint Bleil. Auch ORF-Enterprise-Chef Walter Zinggl setzt auf das digitale terrestrische Fernsehen. Bis 2009 sollen 90 Prozent der österreichischen Haushalte digitales Fernsehen empfangen können. Dann werde Interaktivität und Individualisierung auch im Fernsehen via Hausantenne Einzug halten. (Ende)
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