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pte20051007023 Forschung/Technologie, Handel/Dienstleistungen
Farbfoliendisplays - jetzt glänzen sie auch als Verpackungsmaterial
Einsatzmöglichkeiten laut Siemens praktisch unbegrenzt
Nürnberg (pte023/07.10.2005/13:40) - Wissenschaftler der Bereiche Corporate Technology und Automation and Drives (A&D) der Siemens AG http://www.siemens.de/ad haben hauchdünne Farbdisplays auf Polymerbasis entwickelt, die sich auf Papier oder Folie aufdrucken lassen. Damit könnten abrufbare Informationen über Produkte oder Bedienungsanleitungen für Geräte direkt auf der Verpackung angebracht werden. Die Markteinführung ist bereits für 2007 vorgesehen. "Die jüngsten Entwicklungen im Polymertechnologiebereich eröffnen revolutionäre Möglichkeiten für die Gestaltung und den Einsatz von Displays", meint Projektleiter Axel Gerlt von Siemens A&D gegenüber pressetext. Im Vergleich zu herkömmlichen LCD-Anzeigen könnten die aus leitenden und halbleitenden Kunststoffen gefertigten Displays sehr günstig hergestellt werden und wären daher für Industrie, Handel und in der Logistik äußerst interessant, so Gerlt. Dem Einsatz der neuen Errungenschaft sind angeblich keine Grenzen gesetzt. Von großflächigen Anzeigen im Verpackungsbereich hochwertiger Produkte bis hin zu Lebensmittelkartons, Medikamentenschachteln oder Eintrittskarten bewege sich alles im Bereich des realistisch Möglichen, so der Technologieexperte. Für die Energieversorgung der biegsamen Minibildschirme hat man ebenfalls vorgesorgt. Gerlt zufolge könnten bereits erprobte, druckbare Batterien die Wunderdisplays zumindest für begrenzte Zeit am Leben erhalten. "Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz moderner Solarzellen auf polymerer Basis. Diese können durch semitransparente Gestaltung direkt über dem Display angebracht werden und eine dauerhafte Versorgung, ähnlich eines solarbetriebenen Taschenrechners, gewährleisten", so Gerlt weiter. Für die Zukunft hoffe man neben den angesprochenen Displays und photovoltaischen Zellen auch die derzeit aus Silizium gefertigten Schaltkreise, die zur Ansteuerung des Displays verwendet werden, auf Kunststoffbasis herstellen zu können. Die Entsorgung etwaigen Verpackungsmaterials, das von den neuen Displays Gebrauch mache, sei aber in beiden Fällen als Verbundstoff unproblematisch möglich. Das Material trage sogar den Grünen Punkt, so das Unternehmen gegenüber pressetext abschließend. (Ende)
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