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pte20051004017 Umwelt/Energie, Tourismus/Reisen
Nationalparks fördern Wirtschaft und Arbeitsplätze
Aktuelle Studienergebnisse werden bei Konferenz im Burgenland vorgestellt
Eisenstadt (pte017/04.10.2005/10:51) - Natur- und Nationalparks beleben die regionale Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze. Zu diesem Schluss kommen Experten in einer Studie von Geographen und Ökonomen. Die Ergebnisse dieses deutschen Forschungsprojekts werden nun auch Österreich im Rahmen der Konferenz "Natur- und Nationalparks und ihre Rolle in der Regionalentwicklung" erläutert. Die Konferenz findet am 14. Oktober im südburgenländischen Bad Tatzmannsdorf statt. Die Studie "Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten" , die vom deutschen Bundesamt für Naturschutz http://www.bfn.de in Auftrag gegeben wurde, beleuchtet die regionalwirtschaftlichen Auswirkungen dreier deutscher Schutzgebiete: des Müritz-Nationalparks und der Naturparks Hoher Fläming und Altmühltal. Wie belebend ein solches Schutzgebiet sich auf die Wirtschaft auswirken kann, zeigt sich Beispiel des Müritz-Nationalparks: Alleine durch das Fremdenverkehrsaufkommen konnten im Vorjahr Bruttoumsätze von 13,4 Mio. Euro erzielt werden. Dies entspricht einem Beschäftigungsäquivalent von etwa 630 Arbeitsplätzen. Im Naturpark Altmühltal betrugen die Bruttoumsätze 2004 aus dem Tourismus 20,7 Mio. Euro, im Naturpark Hoher Fläming 6,2 Mio. Euro. Die Forschungsarbeit wurde vom Institut für Wirtschaftsgeografie der Universität München in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr durchgeführt. Bisher gibt es keine Quantifizierung des wirtschaftlichen Nutzens von österreichischen National- und Naturparks. Dass der Nationalpark Neusiedlersee und die vier burgenländischen Naturparks sich steigender Beliebtheit erfreuen, bestätigt Thomas Böhm von der ARGE der burgenländischen Naturparks http://www.rmb-sued.at im pressetext-Gespräch. "Die Zahl der geführten Touristen ist von 6.500 im Jahr 2002 auf 22.000 im Vorjahr gestiegen", so Böhm. Ein Grossteil der Besucher erkunde aber die Parks selbst und nehme keinen Führer. Um diesbezüglich einen Impuls in der österreichischen Naturpark- und Nationalparklandschaft zu setzen wird Hubert Job, Vorstand des Seminars für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung am Institut für Wirtschaftsgeographie der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Methodik und Ergebnisse der Studie vorstellen. Die Konferenz ist integrativer Bestandteil des EU-Projektes "Sustainability in Tourism and Resource Management" (SiTaR) http://www.sitar.co.at , das grenzüberschreitende Kooperationen in den Bereichen Ressourcenmanagement, Gesundheitstourismus und Kultur und Ökotourismus mit Finanzmitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert. Die vier europäischen Regionen Burgenland, Waldeck-Frankenberg (Deutschland), Bozen (Südtirol) und Westransdanubien (Ungarn) arbeiten an gemeinsamen Projekten. (Ende)
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