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Mo, 13.02.2012
pte20050920012 Medizin/Wellness
DLC verbessert Verträglichkeit von Transplantaten
Hitech-Beschichtung gegen Abstoßung und Infektionen
Uxbridge (pte012/20.09.2005/09:15) - Eine neue Beschichtung für medizinische Implantate soll helfen, das Risiko einer Abstoßung und von Infektionen zu verringern. Wissenschafter der Brunel University http://www.brunel.ac.uk haben eine chemisch inerte diamantähnlichen Beschichtung aus Kohlenstoff (DLC) für die Beschichtung von Plastik, Metall und andere natürlich vorkommenden Materialien eingesetzt. Knieimplantate mit einer DLC Beschichtung wurden erfolgreich bei zwei Arthritispatienten eingesetzt, die gegen metallischen Bestandteile wie Chrom allergisch waren. Die Wissenschafter präsentierten ihre Erfahrungen auf einer Konferenz des Institute of Physics http://www.iop.org der Öffentlichkeit. Die Beschichtung macht Implantate widerstandsfähiger und verringert die Reibung zwischen ihren Bestandteilen. Zusätzlich ist sie biokompatibel. Das bedeutet, dass anders als bei anderen Beschichtungen keine Gerinnung des Blutes ausgelöst wird. Für das Anbringen der Beschichtung ist keine Erhitzung auf mehrere Hundert Grad erforderlich. Daher ist sie nicht nur für Metalle und Keramik einsetzbar, sondern auch für Oberflächen aus Plastik. Der Wissenschafter Joe Franks erklärte, dass diese Beschichtungen für Katheder und zahlreiche medizinische Transplantate geeignet sind. "Die Beschichtung ist wichtig, da sie die Besiedelung des Gewebes mit Bakterien wie MRSA verhindert." Derzeit arbeiten die Wissenschafter an einer Version der Beschichtung, die in Kombination mit Collagen eingesetzt werden kann. Diese Kombination sollte für die Herstellung künstlicher Arterien wie sie bei Bypass-Operationen eingesetzt werden ideal sein. Der Einsatz von DLC soll einen Blutfluss ohne das Risiko einer Gerinnung ermöglichen. Die gleiche Kombination könnte ebenfalls zur Behandlung von Wunden eingesetzt werden, die zum Beispiel durch das Entfernen eines Tumors entstanden sind. Collagen ist durchlässig. Das kann dazu führen, das ein Implantat durch die körpereigene Chemie zersetzt wird. Eine Beschichtung mit DLC würde dieses Problem durch die Bildung einer starken chemisch inerten Barriere lösen. DLC wurde erstmals 1971 in einem technisch aufwändigen und kostenintensiven Verfahren hergestellt. Das Team um Professor Franks hat mit der so genannten Plasma-Assisted Chemical Vapour Deposition (PACVD) laut BBC ein effektiveres Verfahren entwickelt. (Ende)
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