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Sa, 11.02.2012
pte20050916023 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation
Microsoft flirtet mit AOL
Verhandlungen über Merger mit MSN - Strategie gegen Google
Redmond (pte023/16.09.2005/12:28) - Microsoft und Time Warner führen Verhandlungen über den Merger ihrer Internet-Töchter MSN http://www.msn.com und AOL http://www.aol.com . Die von Microsoft bereits zu Jahresbeginn initiierten Gespräche sind noch im Anfangsstadium, berichtet die New York Times (NYT). Sollten sie tatsächlich in einer Fusion enden, entsteht dadurch das größte Internetunternehmen der Welt. Microsoft will damit vor allem Google die Stirn bieten. Der Softwareriese sieht die bunte Suchmaschine als seinen Hauptkonkurrenten in der Zukunft. Microsoft soll das Webportal MSN und sein Internet-Geschäft auch Yahoo angeboten haben, sei dort aber abgeblitzt. Time Warner zeige jedoch Interesse, wie die NYT unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. In einem gemeinsamen Joint Venture der beiden Konzerne sollen die Webportale und das Internet-Service-Geschäft zusammengeführt werden. MSN würde AOL, das vor allem in den USA und einigen europäischen Ländern vertreten ist, international den Rücken stärken. Aber auch bei der Technologie würde sich die Position von AOL verbessern, insbesondere im Hinblick auf die Bewertung an der Börse. AOL gilt nach wie vor als Ballast für den Aktienwert von Time Warner. Für Microsoft wäre ein Merger ein Push für die eigene Suchtechnologie, die als eines der wichtigsten Zukunftsprojekte des Konzerns gesehen wird. Das ambitionierte Ziel ist es, Google als Nummer eins in Sachen Online-Suche abzulösen. Zurzeit mit magerem Erfolg. Gemeinsam würden MSN und AOL laut Nielsen//Netratings in den USA auf einen Marktanteil von 18 Prozent bei der Online-Suche kommen. Google hält bei 46 Prozent, Yahoo bei 23 Prozent. Allerdings wäre eine Fusion ein schwerer Schlag für Google, denn derzeit sucht und wirbt AOL mit der Technologie von Google. Rund elf Prozent des Jahresumsatzes von Google kommt aus der Werbung auf AOL-Websites. Sollten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden, hält bei AOL die Suchtechnologie von Microsoft Einzug. Die Rivalität zwischen Microsoft und Google zeigt wie sehr sich das Internet in den vergangenen Jahren verändert hat. Softwareanwendungen emanzipieren sich immer mehr vom PC und damit vom Windows-Betriebssystem und sind über das Internet verfügbar. Google baut seine Services stetig aus und ist mit der Desktop-Suche endgültig ins Revier von Microsoft vorgedrungen (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040519018 ). Mit Gmail konkurriert das Unternehmen mit Microsofts Hotmail-Service und erste Trends in Richtung Webportal sind ebenfalls erkennbar (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050520010 ). (Ende)
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