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Mi, 23.05.2012
pte20050909029 Forschung/Technologie
Das Gewitter durch die 3D-Brille sehen
meteomedia und VRVis arbeiten an gemeinsamen Projekt
Wien (pte029/09.09.2005/15:50) - Bisherige Darstellungen von Satelliten- und Radarbildern in 2D erschwerten die genaue Prognose von Gewittern und Hagelstürmen. Um Daten aus Wetterfronten besser verwerten zu können arbeiten Europas größter privater Wetterdienst, meteomedia, http://www.meteomedia.at und das österreichische Forschungszentrum für Virtual Reality und Visualisierung (VRVis) http://www.vrvis.at an einem gemeinsamen Projekt. Durch den Einsatz des Systems "SimVis" wird versucht, Unwetter zeitgerecht zu erkennen und ihren weiteren Verlauf sowie ihr Verhalten zu berechnen. Gleichzeitig sollen betroffene Regionen gewarnt werden. Um dies zu ermöglichen fließen Wetterdaten rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, aus einzelnen Radarstationen in das System. Sie werden analysiert und eine Prognose in 3D erstellt. Für den Einsatz von "SimVis" werden keine außergewöhnlichen Technologien benötigt. Es genügt ein herkömmlicher, aber leistungsfähiger PC, da sich die Daten im Gigabyte-Bereich befinden. Erprobt wurde dieses System anhand einer Simulation des Hurrikans "Isabel" aus dem Jahr 2003. VRVis führte mit den vorhandenen Daten eine Berechnung des Verhaltens und des Verlaufs des Hurrikans durch. Im Rahmen des gemeinsamen Projektes wird auch an einem System für Österreich gearbeitet. "Die Software der VRVis wird hauptsächlich zur Gewitterprognose verwendet. Durch den Einsatz einer 3D-Graphik wird eine weit höhere Treffsicherheit als bei gewöhnlichen Darstellungen erzielt. Wir können dadurch auch besser feststellen, ob die Anzeichen für ein Gewitter stärker oder schwächer werden. Außerdem ermöglicht es uns bis zu 40 Minuten im Voraus Warnungen auszusenden.", erläutert Mag. Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der meteomedia, im Gespräch mit pressetext. Die Unwetterzentrale der meteomedia ist ohne Pause im Einsatz, d.h. jeden Tag, 24 Stunden lang. In Österreich werden ihre Warnungen an Gemeinden, Einsatzkräfte, Zivilschutzverbände, Behörden und auch an die Kunden des Versicherungsunternehmens Uniqua ausgesendet. Die Zusammenarbeit mit der Uniqua besteht seit fast einem Jahr. "Es werden ca. 80.000 Versicherungskunden, das entspricht einem Prozent der österreichischen Bevölkerung, kostenlos mittels SMS über bevorstehende Gewitter oder Hagelstürme informiert. Sie zeigen sich sehr zufrieden mit diesem Service", so Mag. Manfred Spatzierer gegenüber pressetext. Speziell für den Versand dieser Warnungen per SMS, E-Mail und Fax wurde ein eigenes Logistiksystem entworfen. Die Regionen erhalten somit genaue Informationen entsprechend ihrer Postleitzahl. (Ende)
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