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Mo, 13.02.2012
pte20050909006 Computer/Telekommunikation, Bildung/Karriere
Google holt sich Vinton Cerf als "Internet-Evangelist"
"Vater des Internets" will künftig neue Applikationen entwickeln
Mountain View (pte006/09.09.2005/09:56) - Vinton G. Cerf, einer der Väter des Internets, wird ab Oktober Googles "Internet-Evangelist". Der 62-jährige Cerf (Bild) soll Google bei der Weiterentwicklung seiner Netzwerkinfrastruktur, aber auch beim Ausbau der Software-Applikationen helfen. Bisher war er beim Telekomunternehmen MCI tätig. Cerf ist auch Chairman der für Domainverwaltung zuständigen ICANN. Diesen Posten will er behalten. Google hat in diesem Jahr bereits mehrere hochrangige Manager angestellt bzw. von anderen Unternehmen abgeworben. Der Wechsle von Cerf zu Google ist ein weiterer Erfolg und gibt dem Internetunternehmen auch eine gewichtige Stimme, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Freitag. "Google hat enorme Fortschritte gemacht, den Zugang zu Information im Internet für User rund um die Welt zur Realität zu machen", so Cerf. "Aber wir sind immer noch im Frühstadium des Internets", so der Computerwissenschafter weiter. Cerf zeigte sich von seinem Wechsel zu Google begeistert. Er wolle nicht nur an der Infrastruktur des Webs, sondern auch an neuen Applikationen arbeiten. Besonderes Interesse habe er an den Bereichen Sprach-basierte Interfaces und geographisch indizierte Datenbanken. Cerf erfand 1973 gemeinsam mit dem Computerwissenschaftler Robert Kahn Kernelemente der heutigen Internet-Infrastruktur, darunter die TCP/IP-Protokolle. Google hat ihm den Titel eines "Chef Internet-Evangelisten" im Unternehmen verliehen. Im Google-Blog http://googleblog.blogspot.com meint Cerf scherzhaft, er hätte lieber den Titel Erzherzog (Archduke) gehabt. Tatsächlich soll Cerf über die IT-Branche hinaus großen Einfluss haben. "Er gibt ihnen (Anm.: Google) sozusagen ein politisches Gewicht, das ihnen bisher gefehlt hat und das sie wirklich brauchen", zitiert das WSJ Esther Dyson, Vorgängerin von Cerf als ICANN-Chairman. In diesem Jahr ist Head-Hunting eines der Lieblingsspiele von Google-CEO Eric Schmidt. So hat sich das Unternehmen beispielsweise Louis Monier geholt, ehemaliger eBay-Manager und in den 90er-Jahren Pionier bei der Suchmaschine Alta Vista. Von Microsoft wechselten die hochrangigen Manager bzw. Entwickler Kai-Fu Lee und Mark Lucovsky zu Google. Wegen Lee liegt Google nun vor Gericht im Clinch mit Microsoft. (Ende)
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