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Mi, 23.05.2012
pte20050907022 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Bertelsmann steigert EBIT um acht Prozent
Umsatzrückgang bei RTL-Group, BMG und Gruner+Jahr
Gütersloh (pte022/07.09.2005/11:42) - Die Geschäfte von Bertelsmann http://www.bertelsmann.de/ haben sich im ersten Halbjahr 2005 positiv entwickelt. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde um 8,1 Prozent auf 644 Mio. Euro gesteigert, der Umsatz ist im Vergleich zu 2004 um 0,1 Mrd. Euro auf acht Mrd. Euro gesunken. Laut Bertelsmann liege dieser Rückgang an Wechselkurs- und Portfolioeffekten, organisch sei somit ein Umsatzplus von 1,2 Prozent erzielt worden. Bei der Buchverlagsgruppe Random House, dem Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr und dem Mediendienstleister Arvato konnte das Ergebnis gesteigert werden, BMG liegt unter den Ergebnissen des Vorjahres und die RTL Group entwickle sich stabil, so Bertelsmann. Während die sich die europäischen RTL-Sender gut entwickeln, mussten die deutschen Kanäle im ersten Halbjahr deutliche Umsatzeinbußen verzeichnen. pressetext hat berichtet: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050902019 "Wir haben mit strategischen Weichenstellungen die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt. Erfreulich ist die Umsatzrendite von 8,1 Prozent, bis 2007 wollen wir zehn Prozent erreichen", erklärt Bertelsmann CEO Gunther Thielen (Bild). Der Halbjahresüberschuss ist im Vergleich zu 550 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2004 auf 349 Mio. Euro gesunken, Grund dafür seien Sondereinflüsse, vor allem die Restrukturierung von Sony BMG und der Direct Group, die dem Konzern 80 Mio. Euro gekostet hätten, so Bertelsmann. "Man muss auch berücksichtigen, das wir 2004 ein Haus in New York verkauft haben", meint Oliver Herrgesell aus der Kommunikationsabteilung des Konzerns im Gespräch mit pressetext. "Nach einer Phase der Konsolidierung und der inneren Stärkung wird sich in der zweiten Jahreshälfte wieder eine deutliche Umsatzausweitung ergeben. Für das Gesamtjahr 2005 erwarten wir eine weitere Steigerung der operativen Ergebnisse", so Finanzvorstand Siegfried Luther. Konkrete Erwartungen wollte Bertelsmann auf Anfrage von pressetext nicht bekannt geben. Im Gesamtjahr werden einige Akquisitionen und Joint Ventures, die erst mit 1. Juli dieses Jahres konsolidiert wurden, einfließen. "Dazu zählen unter anderem die Motor-Presse in Stuttgart, Columbia House in den USA und die Buchhandelskette Privat in Frankreich. Auch der Sender Five wird schon berücksichtigt werden", sagt Herrgesell. Die RTL Group will die Strategie der regionalen Expansion und des Aufbaus von Sendergruppen fortsetzen, mit dem russischen Sender Ren TV wurde eine Beteiligung von 35 Prozent vereinbart, die Übernahme der restlichen Anteile am britischen Sender Five wurde Ende August von der Europäischen Kommission genehmigt. Positive Ergebnisse der Sender Five, Antena 3 in Spanien und bei M6 in Frankreich sollen die Umsatz- und Ergebnisrückgänge am deutschen Markt kompensieren. Der Umsatz des Kölner Senders ist im ersten Halbjahr um 3,6 Prozent gesunken, das EBITDA ist um 19 Prozent geringer ausgefallen als im Vorjahr. Der Buchverlag Random House hat im ersten Halbjahr 2005 von einigen Bestseller-Titeln profitiert, vor allem am nordamerikanischen und kanadischen Markt ist der Verlag erfolgreich. Der Umsatzrückgang sei vor allem auf den Wechselkurs zwischen Euro und Dollar zurückzuführen. Bei Gruner + Jahr konnte das operative Ergebnis gesteigert werden, der Umsatz ist zurückgegangen, da die Fernsehzeitschrift "TV Today" und das gesamte US-Magazingeschäft verkauft wurden. Im Musikbereich liegen die Halbjahreszahlen unter denen des Vorjahres, der Integrationsprozess des Joint Ventures Sony BMG soll noch 2005 abgeschlossen werden. Der Mediendienstleister Arvato hat den Umsatz im ersten Halbjahr auf 1,9 Mrd. Euro gesteigert, das sei laut Bertelsmann sowohl auf das wachsende Stammgeschäft als auch auf Übernahmen zurückzuführen. Die Zusammenlegung der Tiefdruckaktivitäten Prinovis wurde gemeinsam mit der Axel Springer AG abgeschlossen. Die Clubgeschäfte der Direct Group haben im ersten Halbjahr Umsätze eingebüßt, das sei saisonal typisch und liege auch an den Wechselkursen, so Bertelsmann. (Ende)
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