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Mi, 23.05.2012
pte20050906061 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation
IFA bezahlt Studenten als Besucher
"Gebuchte Platzhalter sind absolut üblich"
Berlin (pte061/06.09.2005/15:36) - Offiziell sind die Veranstalter der IFA in Berlin http://www.ifa-berlin.de/ mit dem bisherigen Verlauf der Funkausstellung höchst zufrieden, Besucherzahlen wurden bisher zwar noch nicht veröffentlicht, man sei aber von den Besucherzahlen begeistert", so Messe Berlin Sprecher Michael Hofer. Seit Montag wird gemunkelt, dass die Messe Berlin GmbH Studenten der Jobvermittlungs-Agentur effektiv. Studentische Arbeitsvermittlung GmbH http://www.jobstudent.de/ bestellt hat, um die leeren Sesselreihen zu füllen. 18 Euro pro Stunde, ein Business-Frühstück und ein Fachbesucherausweis für die IFA solle man dafür erhalten, sagt ein Student gegenüber der TAZ. Ratko Djokic, Geschäftsführer der Agentur wollte keine Details verraten. "Über den Inhalt des Vertrags wurde Diskretion vereinbart", so Djokic. Nach Angaben der Agentur sei es aber "keine großartige Anzahl", die an die Messe Berlin vermittelt wurde. Hofer spricht gegenüber pressetext von 30 bis 70 Studenten, die für einzelne Veranstaltungen, die N-TV übertragen hat, bestellt wurden. Djokic beteuert im pressetext-Interview, dass die Studenten fachlich interessiert seien, sich diese Veranstaltungen sonst nicht leisten könnten und es nicht ums Geld gehe. Die TAZ zitiert einen Studenten, der angibt, es sei egal was man studiere. "Man muss sich nur Business-mäßig kleiden und über 26 sein, damit man als Fachbesucher durchgeht", so der Student. Die deutsche Telekom http://www.telekom3.de/ , Veranstalter des Vortrags, bei dem die bezahlten Studenten aufgespürt wurden, weist die Vorwürfe vehement zurück. "Wir haben es nicht nötig, mit solchen Methoden zu arbeiten und haben davon definitiv nichts gewusst", so eine Sprecherin des Unternehmens. Der Vortrag des Telekom-Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke wurde live auf N-TV übertragen. "Es waren Studenten gegen eine Aufwandsentschädigung von 16 bis 20 Euro pro Stunde im Publikum, die sich aber nicht als Fachbesucher ausgegeben haben", so Hofer im Gespräch mit pressetext. "Die vier Vorträge, die N-TV übertragen hat, haben in Sälen mit 450 bis 500 Plätzen stattgefunden. Es ist absolut üblich, für solche Veranstaltungen Studenten als Platzhalter zu buchen", sagt Hofer. Ratko Djokic bestätigt, dass es üblich sei für TV-Aufnahmen oder andere Veranstaltungen Studenten als Besucher zu bestellen. Ob es schon vor der diesjährigen IFA zu einer Zusammenarbeit mit der Messe Berlin GmbH gekommen ist, wollte Djokic weder bestätigen noch dementieren. Laut IFA-Sprecher ist die diesjährige Funkausstellung für die Industrie bisher höchst zufrieden stellend. Besucherzahlen werden vor dem Ende der Messe nicht bekannt gegeben, die TAZ schreibt allerdings, dass die IFA seit 2001 kontinuierlich Besucher verloren habe. Hofer dementiert dies: "Es sind zwar weniger Besucher, das liegt daran, dass die Ausstellung nur mehr sieben Tage statt ursprünglich zehn dauert und wir so ein Wochenende verloren haben." (Ende)
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