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Mi, 23.05.2012
pte20050825046 Computer/Telekommunikation, Politik/Recht
Google rüstet sich für Microsoft-Prozess
Suchriese engagiert Grokster und Enron- Anwälte
San Francisco (pte046/25.08.2005/14:09) - Um im Rechtsstreit gegen Microsoft gewappnet zu sein, hat Google die kleine, aber renommierte kalifornische Kanzlei Keker & Van Nest http://www.kvn.com/ engagiert. Keker & Van Nest haben bereits die Betreiber der Online-Tauschbörse Grokster, den früheren Enron-Chef Andrew Fastow und den Wallstreet-Banker Frank Quattrone in Strafrechts-Prozessen vertreten, berichtet de Branchendienst Cnet. Aus Gerichtsdaten die gestern, Mittwoch, veröffentlicht wurden, gehe hervor, dass Google von fünf Keker & Van Nest-Anwälten vertreten wird. Microsoft hat Google vergangenen Monat verklagt, da ein hochrangiger Manager, Kai-Fu Lee (Bild), von Microsoft zu Google gewechselt hat. Der Suchtechnologie-Experte habe gegen eine Konkurrenzklausel im Arbeitsvertrag verstoßen, klagt Microsoft. Diese Klausel hätte Lee daran hindern sollen, ein Jahr nach seinem Ausscheiden bei Microsoft bei einem konkurrierenden Unternehmen anzuheuern. Google hat Lee im Juli dieses Jahres angestellt, um ein Suchtechnologie-Zentrum in China aufzubauen. Bei Microsoft war Lee jahrelang für den Bereich Forschung und Entwicklung von Suchtechnologie und für den Aufbau von F&E- Zentren, unter anderem in Peking, verantwortlich. pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050811026 In Gerichtsdokumenten hat Google die Klage als "Scharade, die Microsoft-Mitarbeiter einschüchtern soll " bezeichnet. Obwohl ein Dokument, das von Microsoft im Papierkorb auf Kai-Fu Lees altem PC gefunden wurde, darauf hinweisen soll, dass Google und Lee mit einer Klage gerechnet haben, als Lee engagiert wurde, behauptet der Suchmaschinen-Riese nun, das Lee kein Suchtechnologie-Experte sei und dass er bei Microsoft nur peripher mit den China-Geschäften betraut gewesen sei. Auf Anfrage von pressetext wollte Stefan Keuchel, Sprecher von Google Deutschland, das laufende Verfahren nicht kommentieren. Man hoffe natürlich auf einen Sieg und noch sei alles offen, sagte Keuchel. Ende Juli dieses Jahres hat ein Richter vom Obersten Gerichtshof des Staates Washington Lee untersagt, bis auf weiteres bei Google zu arbeiten, da sich die Aufgabenbereiche zu sehr gleichen würden. Der Prozess wurde für den 9. Januar 2006 angesetzt. Microsoft wird im Rechtsstreit von der Kanzlei Preston Gates & Ellis http://www.prestongates.com/ vertreten. Der Vater von Microsoft-Chef Bill Gates, Preston Gates, war Gründungsmitglied der Kanzlei. Google wurde bisher von der Dorsey & Whitney vertreten, einem Unternehmen mit etwa 640 Anwälten. (Ende)
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