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pte20050721015 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Pigment spielt wichtige Rolle bei Parkinson-Krankheit
Neuromelanin beeinflusst Steuerung des Dopaminsystems
Bochum (pte015/21.07.2005/10:43) - Forschern der Ruhr-Universität Bochum RUB http://www.rub.de ist es gelungen, wesentliche Mechanismen bei der Entstehung der Parkinson-Krankheit zu entschlüsseln. Demnach beeinflusst das Pigment Neuromelanin die Steuerung des Dopaminsystems - und dieses ist bei Parkinson-Patienten gestört. Dem Forscherteam um Katrin Marcus ist es nun erstmals gelungen, Neuromelanin-Granula aus menschlicher Hirnmasse zu isolieren und ihre Proteine zu analysieren, berichten sie in "Molecular and Cellular Proteomics" http://www.mcponline.org . Das Pigment Melanin, das beim Menschen im Haar, der Haut, dem Innenohr und der Iris vorkommt, kommt als Neuromelanin auch im Gehirn vor. Unter anderem findet man es in der schwarz pigmentierten Region des Mittelhirns, der so genannten Substantia nigra. Bei Parkinson sterben die Dopaminnervenzellen mit fortschreitender Erkrankung allmählich ab und verschwinden schließlich ganz. Da das Dopaminsystem aber eine wichtige Rolle bei der Bewegungsabstimmung spielt, treten nach dem Absterben der Nervenzellen die typischen Parkinson-Symptome auf. Die Parkinson-Krankheit ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, wobei die Häufigkeit der Neuerkrankungen mit dem Alter zunimmt. So leiden von den 55-jährigen bereits 1,4 Prozent, von den 75-jährigen 3,4 Prozent an Symptomen. Bis heute sind die zellulären und molekularen Mechanismen noch nicht vollständig bekannt. "Die systematische Auftrennung, Identifizierung und Charakterisierung von Proteinen im Nervensystem und in humanen Körperflüssigkeiten bieten einen vielversprechenden Ansatzpunkt", so Marcus. Das Projekt wird unter anderem auch von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, dem BrainNet Europe, der deutschen Parkinson Vereinigung und dem Human Brain Proteom Project BMBF gefördert. (Ende)
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