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pte20050601013 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle
Auch Kenia wird rauchfrei
Ostafrikas Regierungen erklären den Zigaretten den Krieg

London (pte013/01.06.2005/09:05) - Nicht nur Europa soll in Zukunft schrittweise rauchfrei werden, sondern auch Ostafrika. Uganda hatte bereits vor einem Jahr Rauchen in der Öffentlichkeit verboten, dieses Gesetz aber nicht exekutiert. Kenia will nun, so berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk , drastische Maßnahmen gegen das Rauchen einführen. Dazu gehört eine Steigerung der Tabaksteuer um 15 Prozent und das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden.

James Nyikal, Direktor des kenianischen Medical Service, erklärte, dass mindestens 12.000 Menschen in der ostafrikanischen Republik an den Folgen des Rauchens sterben. Daher wird im gesamten Land in Bars, Kirchen und Sportstadien das Rauchen untersagt. Nyikal gibt auch zu bedenken, dass die kenianische Regierung fünf Mal mehr Geld für die Folgen von Erkrankungen durch das Rauchen ausgibt, als sie durch die Einnahmen von Tabaksteuern lukriert. Gesundheitsbehörden sind nun an der Reihe den zahlreichen Tabakbauern Vorschläge für den Anbau anderer Nutzpflanzen zu unterbreiten.

"Es ist wirklich dringlich, die Preise für Tabak so stark anzuheben", so Nyikal. Einen Widerspruch des Tobacco Control Bill mit anderen Landesgesetzen gibt es nach Ansicht des Politikers nicht. Im kommenden Finanzjahr wird der Erlös aus der Tabaksteuer für eine Aufklärungskampagne gegen das Rauchen verwendet. Jährlich sterben in Kenia 8.000 aktive Raucher, weitere 4.000 sind Opfer des Passivrauchens. Von den rund 32 Mio. Kenianern rauchen etwa fünf Millionen. Auch das Nachbarland Tansania hatte angekündigt, das Rauchen in öffentlichen Plätzen zu verbieten.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-811 40-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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