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pte20050530041 Medizin/Wellness
Weltnichtrauchertag: Alarmierende Zuwächse beim Nikotinkonsum
Mediziner suchen nach Ausweg aus dem Suchtverhalten
Wien/Jena (pte041/30.05.2005/14:53) -
Weltweit beginnen täglich 100.000 Jugendliche mit dem Zigarettenrauchen. Jüngste Erhebungen zeigen einen kontinuierlichen Anstieg des Tabakkonsums in Österreich und auch in Deutschland. Demnach ist besonders bei den jüngeren Menschen der Anteil der Raucher hoch: 49 Prozent aller 15 bis 29 Jährigen rauchen. "Schreckensbilder haben bisher, ebenso wie der Hinweis, dass Rauchen die Lebenserwartung um mindestens zehn Jahre verkürzt und alle anderen Warnhinweise auf den Tabakprodukten so gut wie keine Wirkung gezeigt", so Klaus Höffken, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Jena http://www.med.uni-jena.de . "Dabei ist für ein Drittel der weltweit eine Million Krebsneuerkrankungen pro Jahr das Rauchen als Ursache gesichert", meint der Experte, der wie auch die österreichischen Ärzte wie Paul Sevelda, Präsident der Krebshilfe http://www.krebshilfe.at , das Hauptaugenmerk bei Kindern und Jugendlichen ansetzt. "Sie sind zu jung, um die Gefahren entsprechend einschätzen zu können" so Sevelda. "Nichtrauchen muss unter den Jugendlichen schick sein und Rauchen uncool, damit sie erst gar nicht dieser Sucht verfallen. Denn ist das Kind erst einmal im Brunnen, ist es schwierig, es wieder herauszuholen", so Höffken, der damit auf die geringen Erfolgsquoten von Raucherentwöhnungen reagiert. Wer gar nicht erst anfängt, braucht auch nicht mühsam aufzuhören. Die Rückfallquote bei entwöhnten Rauchern sei ohnehin außerordentlich hoch. Von allen medizinischen Fachgesellschaften wird daher eine Präventionskampagne gefordert, die schon den Einstieg in das Rauchen wirksam verhindert. Ermutigende Ansätze finden sich, in Programmen wie "Be Smart Don't Start" http://www.besmart.at , das von der EU-Kommission im Rahmen des Aktionsplanes "Europa gegen den Krebs" ins Leben gerufen wurde. http://www.ift-nord.de Letztlich sei die Abkehr vom Tabak aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der jeder einzelne eine Aktie hat. Der Weltnichtrauchertag ist hier eine willkommene Gelegenheit, an die Lösung dieses brennenden gesundheitlichen Problems zu erinnern, so Höffken. "Dabei darf allerdings nicht verkannt werden, dass im Interesse unserer Gesundheit jeder Tag des Jahres ein Nichtrauchertag werden muss." (Ende)
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