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Sa, 11.02.2012
pte20050401033 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle
Branded Entertainment als Gebot der Stunde
Werbebudgets drängen ins Programm
New York (pte033/01.04.2005/12:31) - Product Placement war gestern, das viel subtilere "Branded Entertainment" ist angesagt. Das untermauert der US-Verband Association of National Advertisers (ANA) http://www.ana.net nun mit aktuellen Zahlen zu den Werbebudgets von 118 US-Werbern. Hintergrund der Entwicklung sind die sinkende Werbewirkung des klassischen TV-Spots sowie neue technische Möglichkeiten, Werbung auszublenden. Werber wollen daher ihre Produkte immer mehr außerhalb der üblichen Werbefenster und -plattformen platzieren und drängen ins Programm. Der ANA-Bericht zeigt, dass dies nicht nur im Fernsehen der Fall ist. Branded Entertainment meint die Integration eines Produkts in den Inhalt eines Mediums. Dabei ist Product Placement nur eine Variante, die vor allem auf Film und Fernsehen zielt. Wie aus dem ANA-Bericht hervorgeht, haben US-Werber aber auch mit anderen Medien "Branded Entertainment"-Vereinbarungen. 85 Prozent der befragten 118 ANA-Mitglieder gaben an derartige Marketing-Aktionen im Free-TV durchzuführen und 31 Prozent in Kinofilmen. Darüber hinaus ist aber Branded Entertainment auch in Magazinen (34 Prozent) und Computer- und Konsolenspielen (24 Prozent) recht gefragt. Auch im Internet werden Marken gezielt und nicht als Werbung erkennbar platziert. Acht Prozent integrieren ihre Produkte in Online-Filmen und 22 Prozent führen Branded-Entertainment-Aktionen in anderen Online-Medien aus. Neun Prozent bringen ihre Produkte im Bereich Musik (z.B. Texte, Videoclips) unter. Insgesamt gaben bei der Befragung im März 63 Prozent der Werber an, im vergangenen Jahr an Branded-Entertainment-Projekten teilgenommen zu haben. Elf Prozent wollen 2005 derartige Projekte starten. 26 Prozent haben dies noch nicht getan und planen auch in diesem Jahr nichts dergleichen. Neue Werbebudgets werden durch Branded Entertainment jedoch kaum geschaffen. Nur 18 Prozent geben an, dass sie zusätzliche Budgetmittel dafür aufbringen. Mehr als die Hälfte der Werber verschieben die Gelder aus dem traditionellen Budget für TV-Werbung. 46 Prozent lagern Finanzmittel aus anderen Medienbudgets um. 38 Prozent verwenden Geld aus Kommunikationsbudgets wie PR und Direktmarketing. (Ende)
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