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Sa, 11.02.2012
pte20050324040 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Schlechtes Konsumverhalten: Werbung als Sündenbock
Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft kritisiert Politiker
Berlin (pte040/24.03.2005/15:55) - Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) http://www.zaw.de kritisiert die zunehmend werbefeindliche Ausrichtung der Europäischen Union. Georg Wronka, Hauptgeschäftsführer des ZAW, empörte sich in Berlin darüber, dass ein schlechtes Konsumverhalten statt den Bürgern, die einen ungesunden Lebensstil haben, der Werbung angelastet wird. "Die eigentlichen Dickmacher sind schlechte soziale Verhältnisse und seelische Nöte", so Wronka. Er fordert die Einhaltung des Versprechens von EU-Kommissar Günther Verheugen, Richtlinien und Verordnungen auf ihre Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit zu durchleuchten. Bisher kann er nämlich keine Abkehr von der Werbezensurpolitik der EU-Kommission erkennen. Kritik wird auch an Verbraucherministerin Renate Künast geübt, die laut Wronka fast im monatlichen Rhythmus den Schuldigen für die Dickleibigkeit der Kinder wechselt. Künast strebt ein Verbot der Werbung gegenüber Kindern an. "Politik soll sich endlich gegenüber den Bürgern ehrlich zeigen und nicht tatsächliche soziale Probleme hinter dem Sündenbock kommerzielle Werbung verstecken", schießt Wronka weiter mit Kritik in Richtung Politik. Laut Wronka erzielen Werbeeinschränkungen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Folge nicht die erwünschten Ergebnisse. Das Verbraucherministerium hat noch nicht auf die Vorwürfe reagiert. (Ende)
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