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pte20050323018 Forschung/Technologie, Kultur/Lifestyle
Partnerwahl: Gleich und gleich gesellt sich nicht gern
Ähnlichkeiten wirken bei der Partnerwahl sexuell nicht stimulierend
Kanada (pte018/23.03.2005/11:00) - Die Ähnlichkeit der Gesichtszüge von Menschen schafft Vertrauen, schenkt jedoch keine Lust und wirkt auch nicht sexuell anziehend bei der Partnerwahl. Dies sind die aktuellen Ergebnisse einer Partnerschaftsstudie, die von der kanadischen McMaster University http://www.mcmaster.ca unter der Leitung von Lisa DeBruine durchgeführt wurde, berichtet die BBC. "Entgegen der erst kürzlich publizierten Theorie, dass viele Ehepartner überraschende Übereinstimmungen in ihren Gesichtszügen aufweisen, konnten wir feststellen, dass genau das Gegenteil der Fall ist", erklärte DeBruine. Das kanadische Forscherteam untersuchte die Partnerschaftspräferenzen von 144 Studenten. Dazu wurde den Studenten eine Fotoserie von paarweisen Gesichtern vorgelegt und in weiterer Folge erhoben, wer für sie eher attraktiv und wer nur freundschaftlich interessant erscheint. Die Mehrheit der Studenten entschied sich bei den Gesichtern, die für sie am vertrauensvollsten erschienen, für die, die ihnen selbst am meisten ähnelten. Wenn es jedoch um sexuelle Anziehungskraft ging, wählten die meisten Studenten jene Gesichter, die von ihren eigenen gänzlich unterschiedlich waren. Denn ähnliche Gesichter wurden von den Studenten als sexuell unattraktiv beschrieben. Was die Studenten nicht wussten war, dass die Forscher vor dem Experiment einen Teil der gezeigten Fotographien durch Fotomontage an das Gesicht des jeweilig befragten Studenten angeglichen hatten. "Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass Menschen ganz unbewusst Ähnlichkeiten in den Gesichtszügen registrieren. Bei der Partnerwahl kommt dies in besonderem Maße zu tragen, denn dabei entschieden sich die Probanden klar gegen ähnliche Gesichtszüge. Dahinter vermuten wir einen Mechanismus, der Inzucht vermeiden soll", erklärte DeBruine. DeBruine plant nun eine Vertiefung der Studie in Zusammenarbeit mit der britischen University of St Andrews http://www.st-andrews.ac.uk sowie der University of Aberdeen http://www.abdn.ac.uk . (Ende)
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