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pte20050322036 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie
Forscher enthüllen das 1x1 der Waldbrände
Entschlüsselung des Brandverlaufs birgt die Möglichkeit eines Frühwarnsystems

London (pte036/22.03.2005/13:45) - Waldbrände folgen strengen mathematischen Gesetzen. So wie auch andere Naturkatastrophen - beispielsweise Erdbeben - folgt das Feuer einem vorbestimmten Schema. Die Entschlüsselung dieser Gesetzmäßigkeiten ist nun einem britischen Forscherteam vom King´s College London http://www.kcl.ac.uk unter der Leitung von Bruce Malmud gelungen. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden heute, Dienstag, online auf der Homepage der National Academy of Sciences http://www.pnas.org publiziert. Bis dato war über den Verlauf von Waldbränden nur wenig bekannt, doch nun können die Wissenschafter auf Grund ihrer Ergebnisse gezielte Schritte bei der Eindämmung und der Bekämpfung von Waldbränden vornehmen.

Das britische Forscherteam analysierte die Aufzeichnungen zu 88.000 Waldbränden, die in Amerika zwischen 1970 und 2000 ausgebrochen sind. Sie konzentrierten sich vor allem auf die Größe und die Häufigkeit von Waldbränden sowie auf deren Verlauf und das Verhältnis zwischen Stärke und Größe des Feuers. Dabei konnten die Wissenschafter feststellen, dass Waldbrände einem bestimmten mathematischen Muster folgen. Das Team entdeckte weiters einen Zusammenhang zwischen der Größe von Waldbränden und geographischen Gegebenheiten. So konnten sie feststellen, dass Brände, die von Osten nach Westen ziehen, meist nur kleine Walbrände sind und die Wahrscheinlichkeit geringer war, dass sie zu Großbränden mutieren. Ausschlaggebend für den Verlauf eines Brandes sind vor allem Unterschiede in der Besiedlungsdichte sowie die Fragmentierung von Wäldern, erklären die Experten.

Basierend auf ihren Ergebnissen konnten die Forscher auch einen schematischen Plan für den Ablauf eines Waldbrandes entwerfen und 18 besonders betroffene Gebiete in Amerika eruieren. Die neuen Ergebnisse erleichtern die zukünftige Vorgehensweise bei der Bekämpfung von Waldbränden. " Die Ergebnisse unserer Studie erlauben die Klassifikation von Waldbränden und wahrscheinlichkeitstheoretische Aussagen über deren Verlauf. Daraus lassen sich dieselben Vorteile wie bei den Frühwarnsystemen von Erdbeben ziehen", erklärte Malmud.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Evelyn Lengauer
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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