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Di, 22.05.2012
pte20050225017 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
Qwest gibt sich nicht geschlagen
Modifiziertes Angebot zwingt MCI-Board zum Zug
Denver (pte017/25.02.2005/12:07) - Der texanische Telekomkonzern Qwest http://www.qwest.com hat im Bieterkampf um den Konkurrenten MCI http://www.mci.com , früher WorldCom, ein modifiziertes Angebot vorgelegt und bringt damit das MCI-Board unter Zugzwang. Das neue Angebot hat sich vom Volumen her nicht geändert und liegt nach wie vor bei 24,6 Dollar pro Aktie. Qwest verspricht aber eine schnellere Auszahlung des Baranteils an die Aktionäre sowie einen Schutz vor einem möglichen Kursverfall der MCI-Aktie, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Freitag. Das MCI-Board, das nach der Entscheidung für die um mehr als eine Mrd. Dollar niedrigere Offerte des New Yorker Telekomriesen Verizon unter Aktionärsbeschuss geraten ist, hat nun erneut die Qual der Wahl. Verizon, das sich mit dem erheblich niedrigeren Angebot in Höhe von 6,75 Mrd. Dollar schon durchgesetzt zu haben schien, bietet die größere finanzielle Sicherheit und wirtschaftliche Stärke. Das Angebot von Qwest beläuft sich dagegen auf rund acht Mrd. Dollar. Sorgen bereitet dem Übernahmekandidaten MCI allerdings der riesige Schuldenberg, auf dem Qwest sitzt. In einem Brief an den Präsidenten des MCI-Boards beschwerte sich Qwest-Chef Richard C. Notebaert darüber, dass seinem Unternehmen der Zugang zu internen Informationen verwehrt wurde, während andere Interessenten Einblick in das Material erhielten. Das MCI-Board, versprach, das modifizierte Qwest-Angebot abzuwägen. Der Druck auf die Verantwortlichen ist hoch. Mindestens vier Verfahren von enttäuschten Aktionären seien bereits anhängig, schreibt das WSJ. Mehrere andere Großaktionäre haben ebenfalls ihren Unmut über die Einigung mit Verizon geäußert. MCI hatte Anfang der vergangenen Woche einer Übernahme durch Verizon zugestimmt (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050214012 ). Der größte regionale Telekomprovider der USA setzte sich damit trotz eines niedrigeren Angebots gegen den mitbietenden Rivalen Qwest durch. Der MCI-Vorstand hatte Verizon favorisiert, weil offenbar Zweifel daran bestanden, ob Qwest die Übernahme überhaupt finanzieren kann. Qwest setzt sich nun vehement gegen diese Einschätzung zur Wehr und versucht, mit dem modifizierten Angebot doch noch zum Erfolg zu kommen. (Ende)
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