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Di, 22.05.2012
pte20050223048 Politik/Recht, Computer/Telekommunikation
Naiin forciert Verfolgung von Online-Kriminalität
Organisation ermittelt jetzt vorab und erstellt Profile
Berlin (pte048/23.02.2005/15:54) - Die Wirtschaftsinitiative "no abuse im internet" (naiin) http://www.naiin.org forciert die gerichtliche Ahndung von Straftaten im Internet. Cyberkriminelle müssen künftig mit der Sperrung von E-Mail-Konten und Websites zu rechnen haben. Naiin-Präsident Arthur Wetzel kündigte eine Verschärfung der Gangart gegenüber Straftätern im Internet an. Bis dato sei es als Einrichtung der freiwilligen Selbstkontrolle ein Anliegen gewesen, illegale Internet-Inhalte aufzuspüren und zu beseitigen. Konsequenzen für involvierte Personen durch Strafverfolgung habe es nur dann gegeben, wenn deren Identität bekannt wurde. Von einer neuen Vorgangsweise erhofft sich die Initiative mehr Erfolg. Durch Vorabermittlungen soll künftig zumindest der Aufenthaltsort von Straftätern in Erfahrung gebracht werden. Die Ermittler sollen dabei öffentlich zugängliche Daten auswerten und in Einzelfällen auch Profile erstellen. Anhand des Aufenthaltsortes eines mutmaßlichen Täters soll dann die zuständige Strafverfolgungsbehörde ermittelt und mit dem Sachverhalt betraut werden. Zeitgleich will naain über die verantwortlichen Provider auch aktiv gegen Inhalte vorgehen. Nach eigenen Angaben hat naiin in den vergangenen Wochen knapp 25 mutmaßliche Straftäter identifizieren können. Bei den Straftaten habe es sich um Volksverhetzung, Holocaust-Leugnung, Kinderpornografie und Verbreitung pornografischer Schriften gehandelt. Die US-Bundesbehörde FBI sei über illegale Aktivitäten in ihren Zuständigkeitsbereichen ebenso informiert worden wie die spanische Guardia Civil. Seit November 2000 unterhält naiin die Meldestelle "netwatch", bei der Internet-User rechtswidrige Internet-Inhalte beanstanden können. Naiin geht den eingehenden Hinweisen nach und ergreift technische sowie juristische Maßnahmen gegen rechtswidrige Inhalte und deren Urheber. (Ende)
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