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pte20050215025 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Kava-Hersteller wollen WTO-Klage einbringen
Sedativum gilt unter Experten als ungefährlich

Suva (pte025/15.02.2005/11:45) - Die seit Jahrtausenden in der traditionellen Medizin verwendete Pfefferpflanze Kava steht im Zentrum eines Disputs bei der WTO. Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Schweiz hatten Kavaprodukte verboten. Forscher konnten aber nachweisen, dass das Produkt nicht gefährlich ist. Das Einfuhrverbot in Europa führte zu einem Schaden von mindestens einer Mrd. Dollar für die Kava-Hersteller. Sie wollen nun finanziellen Ausgleich, berichtet das Pacific Magazine http://www.pacificmagazine.net .

Betroffen sind die vier südpazifischen Staaten Fidschi, Tonga, Samoa und Vanuatu. Da allerdings nur Fidschi WTO-Mitglied ist, soll eine kollektive Klage eingebracht werden. Was die Vereinigung der Kava-Produzenten so stört ist die Tatsache, dass das Einfuhrverbot seit 2000 immer noch aufrecht ist, obwohl in der Zwischenzeit nachgewiesen wurde, dass Kava nicht gefährlich sei, argumentiert der Vorsitzende Ratu Joe Nawalowalo.

Die getrocknete, zerstoßene Wurzel der Kavapflanze (Piper methysticum) auch Kava-kava oder polynesischer Rauschpfeffer genannt, wird bei allen Zeremonien in der Südsee mit Wasser angerührt getrunken. Die Wirkstoffe der Pflanze, verschiedene Kavapyrone, haben angstlösende, beruhigende und schmerzstillende Effekte. Die in Europa und den USA verabreichten Präparate wurden als natürliches Sedativum verkauft.

Der Widerruf der Zulassung des natürlichen Sedativums hatte in Europa zu einem Eklat geführt (pte berichtete http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020827015 sowie http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020823028 ). Die nach Meinung verschiedener Experten unsinnigen Bestimmungen lassen den Schluss zu, dass Pharmakonzerne hinter dem Verbot stehen könnten. Denn die Konzessionen für eine Wiederzulassung der Präparate würden Millionen an Studienkosten verschlingen. Heftige Kritik an dem Verbot kam auch seitens deutscher Phyto-Pharmakologen und Phytomediziner. Diese waren beim betreffenden Entscheid völlig übergangen worden. In dem erst kürzlich in einer Neuauflage erschienenen Kompendium "Teedrogen und Phytopharmaka", herausgegeben von Max Wichtl in der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft Stuttgart http://www.wissenschaftliche-verlagsgesellschaft.de , wird Kava als ungefährlich beschrieben. "Der größte Teil der Meldungen über Leberschädigungen steht nicht im Zusammenhang mit dem Produkt selbst", heißt es im Fachbuch.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-811 40-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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