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Di, 22.05.2012
pte20050208042 Computer/Telekommunikation, Politik/Recht
Project Honeypot fängt Spam-Mails ab
Präzedenzfall gegen Spammer
Boston (pte042/08.02.2005/15:57) - Nach jahrelanger Suche nach einer wirksamen Anti-Spam-Technologie scheint mit dem Project Honeypot eine gefunden worden zu sein. Dank Project Honeypot konnte erstmals ein durchschlagender Erfolg gegen einen Spammer errungen werden. Jeremy Jaynes hatte täglich mehr als zehn Mio. Spam-Mails verschickt. Ende vergangenen Jahres verurteilt und momentan auf Kaution frei, wird ihm diesen Monat erneut der Prozess gemacht, berichtet der New Scientist http://www.newscientist.com . "Allen Anwesenden im Gerichtssaal war bewusst, dass das Urteil gegen Jaynes Präzedenzfall schaffend war", so Jon Praed, Anwalt der Internet Law Group in Washington. Das Gericht hatte eine neunjährige Haftstrafe für Jaynes beantragt. Es war das erste Mal, dass ein Gericht so hart gegen einen Spammer durchgegriffen hatte. Laut New Scientist beweist dieser Fall, dass die Technologie und die Gesetzgebung im Kampf gegen Spammer zusammen halten müssen. Jaynes wurde dank Project Honeypot aufgespürt. Die Software ist seit drei Monaten auf dem Markt und scheint sich durchzusetzen. Spammer benützen so genannte "crawler", die Webseiten nach E-Mail-Adressen durchsuchen. Diese Adressen sind das Nonplusultra für die Spammer. Wer Project Honeyspot installiert, wird zum wahren Magnet für crawler. Wird eine Seite von einem crawler aufgesucht, erkennt sie ihn und präsentiert ihm eine erfundene E-Mail-Adresse. Dabei werden die Adresse des crawlers, Uhrzeit und Datum festgehalten. Die erfundene Adresse verschwindet von der Seite, bleibt aber als Mailbox erhalten. Erhält die Mailbox eine Mail kann sie nur vom Spammer sein. Dann kann die Polizei mit ihrer Arbeit beginnen. Praed: "Die Lösung gegen Spam ist die Hochzeit von Technologie und Gesetz." (Ende)
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