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pte20050201008 Medizin/Wellness
Weniger Wechseljahrbeschwerden bei Tamoxifen
Tibolon verringert die Schwere der Symptome

Wien/London (pte008/01.02.2005/09:15) - Eine europäische Studie hat nachgewiesen, dass das Medikament Tibolon helfen kann, Wechseljahrsymptome bei der Einnahme von Tamoxifen zu verringern. Österreichische, belgische und britische Wissenschafter zeigten, dass Tibolon als Hormonersatztherapie bei Brustkrebspatientinnen Hitzewallungen ohne Nebenwirkungen für Brüste und Gebärmutter reduziert. Obwohl weitere Forschungen erforderlich sind, sind die Forscher zuversichtlich, dass ein neuer Behandlungsansatz gefunden ist. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Journal of Obstetrics and Gynaecology veröffentlicht. http://www.blackwellpublishing.com/journal.asp?ref=1470-0328

Nach einer Brustkrebserkrankung wird Frauen häufig zur Einnahme von Tamoxifen geraten, um das Risiko einer erneuten Erkrankung zu verringern. Durch die Blockierung von Östrogen können sich die Symptome der Wechseljahre verstärken. Eine konventionelle Hormonersatztherapie wird für diese Frauen nicht empfohlen, da ein Rückfall in der Brust und das Entstehen neuer Tumore in der Gebärmutter befürchtet werden. Bei Tibolon handelt es sich um eine neuere Form der Hormonbehandlung, die anders als Östrogen bestimmte Bereiche des Körpers wie die Brust schont. Das Team um Ernst Kubista von der Universität Wien http://www.univie.ac.at ersuchte 75 Frauen zusätzlich zu Tamoxifen ein Jahr lang auch Tibolon oder ein Blindpräparat einzunehmen. Die Teilnehmerinnen wurden gebeten, Aufzeichnungen über die Anzahl und Schwere der Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüche sowie andere Symptome der Menopause zu führen. Zusätzlich wurden eine Wiederkehr der Krebserkrankung im Brustbereich und ungewöhnliche Veränderungen in der Gebärmutter untersucht.

Es zeigte sich, dass Tibolon zwar die Anzahl der Hitzewallungen nicht verringerte aber ihre Schwere. Nebenwirkungen im Bereich von Brust und Gebärmutter konnten nicht nachgewiesen werden. Die Mitautorin Janice Rymer vom Guy's Hospital http://www.guysandstthomas.nhs.uk erklärte, dass damit für Brustkrebspatientinnen eine Möglichkeit zur Verringerung dieser unangenehmen Symptome bestehe. "Viele Frauen haben dieses Medikament schon für diesen Anwendungsbereich eingesetzt." Derzeit werden laut BBC weitere Tests mit mehr als 3.000 Frauen durchgeführt, um die Langzeitwirkung der Behandlung mit Tibolon zu untersuchen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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