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pte20050125020 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie
Auch Hawaiis Tsunami-Notfallplan inadäquat
Zuwenig Notunterkünfte und fehlende Warnbojen

Honolulu (pte020/25.01.2005/11:41) - Das von internationalen Experten gelobte Tsunami-Frühwarnsystem für den Pazifik scheint nach Angaben des Honolulu Advertiser http://the.honoluluadvertiser.com doch nicht so vorbildlich: So fehlt es an Warnbojen zwischen Hawaii und Japan, aber auch südlich der Big-Island Hawaii. Außerdem fehle es an Notunterkünften im Falle einer Evakuierung.

Hawaii hatte im 20. Jahrhundert mehr als 200 Todesopfer durch Tsunamis zu beklagen. Flutwellen gelten im 50. US-Bundesstaat als der "Killer Nummer Eins", denn um die polynesische Inselgruppe befinden sich zahlreiche aktive Vulkane. Nach Angaben von Ed Teixeira, Vize-Direktor der Civil Defense, fehlen aber Notunterkünfte für mindestens 175.000 Menschen. Mangelhaft sei auch die Ausstattung öffentlicher Gebäude und Schulen. Zudem sei die Bevölkerung nicht ausreichend für den Notfall informiert. Die gesamten Kosten der Verbesserungen belaufen sich auf mindestens 35 Mio. Dollar.

Wie es tatsächlich um eine Frühwarnung stehe, wurde den Behörden 1986 deutlich. Damals führte die drohende Gefahr zu einem Verkehrskollaps in Honolulu. Bei seismischen Aktivitäten oder Erdbeben in den Aleuten bleiben den Hawaiianern etwa drei Stunden Zeit. Bei Beben in Chile etwa 13 Stunden, erklären Teixeira und Jeff LaDouce vom National Weather Service. Dennoch sei dieses System nicht ausreichend, da immer noch Warnbojen fehlen. Die fehlenden Einrichtungen zwischen Japan und Hawaii bereiten den Experten allerdings weniger Kopfzerbrechen, denn um Japan selbst gibt es genügend Warneinrichtungen. Problematischer sei allerdings das Fehlen von Warnsystemen südlich der Großen Insel Hawaii.

"Unter gewissen Umständen könnte nämlich die Gefahr eines Tsunamis auch direkt von der Großen Insel Hawaii selbst ausgehen", meint der Geophysiker Gerard Fryer von der University of Hawaii Manoa. Das würde zu verheerenden Schäden auf der Insel Maui führen. Ein solches Ereignis nennt der Forscher aber in einem Atemzug mit einem gigantischen Meteoriteneinschlag im Pazifik. "Die Chance, dass dies innerhalb der kommenden 10.000 Jahre passiert, ist 50 zu 50. Aber ein solches Ereignis kündigt sich Monate oder Jahre vorher bereits durch kleine Beben an", meint der Wissenschaftler.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-811 40-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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