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pte20050119049 Medizin/Wellness
Neuer Ansatz zur Behandlung von Alkoholismus
Halluzinogen Ibogaine soll modifiziert zum Einsatz kommen

San Francisco (pte049/19.01.2005/15:54) - Ein Halluzinogen, das in den 60er Jahren populär war, könnte jetzt zur Behandlung von Alkoholismus eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of California http://www.ucsf.edu gekommen. Die Wissenschafter haben nachgewiesen, dass das Medikament Ibogaine das Verlangen nach Alkohol bei Ratten blockierte. Ermöglicht wurde diese Blockade durch die Verstärkung eines Gehirnproteins. Es wurde bereits angenommen, dass das Medikament zur Bekämpfung der Sucht eingesetzt werden könnte. Bedenken ergaben sich aus der Annahme, das Ibogaine auch toxisch sei. Es wird erwartet, dass eine Behandlung mit der gleichen Wirkungsweise aber ohne Nebenwirkungen entwickelt werden kann. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Neuroscience http://www.jneurosci.org veröffentlicht.

Die Wissenschafterin Patricia Janak erklärte, dass die Wirkung des Medikaments auf der Erhöhung der Werte des Proteins GDNF im Gehirn basiere. In der Vergangenheit gab es Hinweise auf eine mögliche Verringerung der Abhängigkeit. Es war jedoch nicht bekannt, wie Ibogaine genau wirkt. Das Team veranlasste Ratten zum Alkoholkonsum. Nach Injektionen mit dem Medikament stiegen die GDNF-Werte und sie verringerten ihren Konsum. Janak geht davon aus, dass dieser Effekt den Betroffenen in einer entscheidenden Phase helfen kann. Als nämlich den Ratten der Alkohol zwei Wochen lang entzogen wurde, war das Verlangen der zuvor behandelten Tiere nach Alkohol bei einer erneuten Verabreichung deutlich geringer. "Die Erkenntnis ist entscheidend, dass Ibogaine Besäufnisse nach einer Zeit der Abstinenz verringert, da es für dieses Verhalten bei Alkoholikern nur wenige Medikamente gibt." Das Medikament ist laut BBC in den meisten Ländern nicht zugelassen. Es soll jedoch in mehreren Privatkliniken in der Karibik und Mexiko eingesetzt werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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