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pte20041123018 Medien/Kommunikation, Auto/Verkehr
Formel 1 verliert Zuseher
Ferrari-Dominanz und zu wenig "Local Heros" schrecken ab
Hamburg (pte018/23.11.2004/10:38) - Die Formel 1 hat in diesem Jahr Zuschauereinbußen von durchschnittlich sechs Prozent hinnehmen müssen. Dies ergab eine Studie der deutschen Mediaagentur Initiative Media http://www.inimedia.de . Konnte die Königsklasse in der Saison 2003 noch durchschnittlich 47 Mio. Menschen in 40 verschiedenen Ländern für jedes Rennen begeistern, sind es in diesem Jahr nur noch 44 Millionen. Deutlich ist der Rückgang in der zweiten Saisonhälfte. Verantwortlich dafür ist der vorzeitige Doppelsieg von Michael Schumacher und Ferrari. Bei den letzten Rennen der Saison gehen zusätzlich die meisten Zuseher verloren, dann wenn der Sieger schon feststeht. Die Rückgänge liegen bei 27 Prozent pro Rennen. Die hochgesteckten Erwartungen konnte auch der GP von China nicht halten. Von einer neuen "Ära der Formel 1" war das Rennen in Shanghai mit nur 32 Mio. Menschen vor den deutschen Bildschirmen weit entfernt. Gemeinsam mit dem Rennen in Japan, das noch schlechter abschnitt, findet sich Shanghai am Ende der Zusehergunst wieder. Noch dazu verliert der europäische Markt an Bedeutung, obwohl 75 Prozent der internationalen Formel-1-Fans Europäer sind. Rennen in Nord- oder Südamerika verzeichnen zwölf Prozent mehr Zuseher als der Durchschnitt und in Europa lediglich drei Prozent. Im asiatisch-pazifischen Raum hingegen liegen sie sogar 21 Prozent darunter. Ein entscheidender Faktor hebt laut Studie die Zuschauerzahlen im jeweiligen Land um durchschnittlich 19 Prozent, nämlich der "Local Hero"-Effekt. In der Formel 1 wird dieses Potenzial jedoch nicht genützt. Die Hälfte der zehn Teams in der vergangenen Saison war britisch, und die Hälfte der 25 Fahrer kamen aus drei Ländern (Brasilien, Italien und Deutschland). (Ende)
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