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Di, 22.05.2012
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pte20041119020 Sport/Events, Politik/Recht
Rassistische Sprechchöre bei Spanien - England haben Nachspiel
"Kein Platz für Fremdenhass im Fußball"

Madrid (pte020/19.11.2004/12:10) - Wegen rassistischer Sprechchöre während des Freundschaftsspiels zwischen England und Spanien am Mittwoch in Madrid hat der englische Fußball-Bund (FA) http://www.thefa.com Beschwerde bei der FIFA eingereicht, berichtet die BBC. Kritisiert wird auch der spanische Manager Luis Aragones. Ihm wird zur Last gelegt vor den Spielen schon rassistische Bemerkungen gemacht zu haben. Wenn der Rassismus bewiesen wird, droht dem spanischen Fußball-Bund ein hohes Bußgeld oder eine Sperre für fünf Spiele. Außerdem kann sich der Vorfall negativ auf die Bewerbung Madrids für die Olympischen Spiele 2012 auswirken. Ironischer Weise war das Freundschaftsspiel als Promotion für die Olympia-Bewerbung gedacht.

Ein Statement der FIFA lautete: "Wir sind besorgt wegen der neuesten Woge des Rassismus und kritisieren sie scharf. Wir werden in jedem Fall eine Erklärung vom spanischen Fußball-Bund verlangen." Der Präsident der FIFA, Sepp Blatter, sagte es sei keinerlei Platz für Rassismus oder Diskriminierung im Fußball. "In der Welt gibt es schon zu viele Konflikte, die ihre Wurzeln dort haben. Fußball soll einen positiven Einfluss haben."

Heute, Freitag, hat sich der spanische Außenminister, Miguel Angel Moratinos, im Namen der spanischen Regierung bei all denjenigen entschuldigt, die sich durch die rassistischen Ausbrüche angegriffen fühlen. "Ich habe die Angelegenheit mit meinem britischen Kollegen Jack Straw besprochen und ihm versichert, dass Spanien ein Land der Toleranz ist, in dem Rassismus keinen Platz haben sollte." Der Mediensprecher der englischen FA, Adrian Bevington, sagte, die fremdenfeindlichen Ausbrüche seien eine Schande und alle Vertreter des internationalen Fußball sollten sich dagegen auflehnen und ihre Entrüstung aussprechen. Auch Tony Blair schloss sich der Kritik an.

Der englische Sport-Minister Richard Carborn meinte: "Ich werde meinem spanischen Kollegen schreiben und ihm meine Empörung mitteilen. Ich bin der Meinung, dass die FIFA den Fall gründlich untersuchen sollte. Im Fußball ist kein Platz für Rassismus. Es muss etwas von höchster Stelle dagegen unternommen werden." Schon während der U-21-Spiele am Dienstag kam es zu solchen Vorfällen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Angela Deußen
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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