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Di, 22.05.2012
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pte20041111005 Sport/Events, Politik/Recht
China produziert Champions für Olympia 2008
Staat investiert Mio. und setzt auf ehemaliges Sowjet-System

London/Peking (pte005/11.11.2004/08:35) - Die Volksrepublik China setzt alles daran, um bei den nächsten Olympischen Spielen in Peking so oft wie möglich ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen. Vorrangiges Ziel: Die USA soll von der Spitze verdrängt werden. Der Staat kann in der Ausbildung der künftigen Athleten auf ein weitverzweigtes System zurückgreifen, das die künftige Sportmacht mit Nachwuchs versorgt. Insgesamt gibt es an die 3.000 Sportschulen. 100 davon sind renommierte Internate, berichtet The Guardian Unlimited http://sport.guardian.co.uk .

Das System basiert auf dem der früheren Sowjetunion. Noch dazu suchen Scouts in den regulären Schulen nach potenziellen Talenten. Die besten landen im nationalen Trainingcenter der staatlichen Sportadministration. Für Peking 2008 liegt die Messlatte gemäß der chinesischen Tradition sehr hoch. Denn diese besagt: In deiner Heimat musst du das Beste zeigen.

Die chinesischen Athleten haben sich bei den vergangenen Olympischen Spielen in der Medaillenausbeute kontinuierlich steigern können. In Seoul 1988 errang China fünf Goldmedaillen. In Atlanta im Jahr 2000 wurde die Volksrepublik in der Nationenwertung Vierter und vor vier Jahren in Sydney Dritter. Dieses Jahr in Athen belegte China mit 32 Goldmedaillen hinter den USA Platz dann Rang zwei.

Die kontinuierlich ansteigende Form der Chinesen in nahezu allen Disziplinen ist nicht auf die teure Ausrüstung der Athleten zurückzuführen, sondern auf das straff organisierte System, das hinter diesem Erfolg steht. In den Sportschulen warten 300.000 junge Chinesinnen und Chinesen, um Hochleistungssport zu betreiben. Auf der Prioritätenlisten der chinesischen Regierung steht Sport ganz weit oben. Das erklärte Ziel: Die Produktion von olympischen Champions.

Das Sportbudget der chinesischen Regierung soll dieses Jahr um 15 Prozent auf umgerechnet 214 Mio. Euro angehoben worden sein, berichten Insider. Neben der staatlichen Unterstützung gibt es mittlerweile auch private Investoren, die einzelne Teams sponsern. Die Athleten kämpfen auch nicht mehr bloß um die "Ehre fürs Vaterland", sondern "Cash-Incentives" sollen den Athleten die Freude an der Bewegung noch größer machen. Rund 20.000 Euro winken allen Goldmedaillen-Gewinnern bei Olympia.

Und die breite Masse der Bevölkerung befürwortet das große Olympia-Engagement. Eine Gallup-Umfrage ergab, dass sich 94,9 Prozent der Chinesen für die Olympia-Bewerbung ausgesprochen haben. Das Massenphänomen hat auch bereits ihr Sport-Idol. Bei den Spielen in Athen gewann Liu Xiang als erster Chinese das 110-Meter-Hürden-Finale und stellte Colin Jacksons zwölf Jahre alten Rekord ein. Dies habe den Chinesen gezeigt, dass es Asiaten mit Europäern, Afrikanern und Amerikanern aufnehmen können, so Xiang über seinen Erfolg. In erster Linie geht es den Chinesen jedoch um die USA, die sie um jeden Preis schlagen wollen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Franz Ramerstorfer
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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